Der Schrei nach einem neuen Trainer wird in Zeiten sportlichen Misserfolgs immer schneller immer lauter. Auch wenn sportlicher Misserfolg auf einem hohen Niveau, wie bsp. besser als Platz vier, eingeordnet werden kann, fragt sich, ob ein Wechsel stets immer alles besser macht. Kehren neue Besen besser? Damit mich hier niemand falsch versteht. Platz vier ist nicht titelgleich und auch nicht genug.

Bei Arsenal ist man es über die letzten Jahre hinweg ja aber beinahe schon gewohnt, dass die konstante Kritik an Arsene Wenger zum Alttag der Schreiberzunft, wie auch einiger Fangruppen gehört. Nicht das ich es nicht für angemessen und gerechtfertigt halte berechtigte Kritik zu üben oder gar Transfers oder taktische Marschrouten in Frage zu stellen. Doch müssen immer alle aus ihrem Loch gekrochen kommen, wenn es gerade nicht rund läuft bzw. man im Inbegriff ist die Saison zum Guten zu wenden? Ein schönes Beispiel dafür ist der nette Herr Usmanov. Kaum ist die Siegesparade nach dem FA Cup Sieg um, wird die Kritik von ihm an Wenger wieder lauter. Doch ist jene aus einem wirkliches Interesse am Verein getrieben oder nur ein Versuch/ein Weg seinen finanziellen Einfluss im Verein endlich zu festigen und auf breiteres Fundament zu stellen? Sind es nicht nur plakative Aussagen auf dem Niveau von Mail&Co.?

Wie auch immer man es bewerten möchte springen viele, aus Presse und Anhängerschaft, darauf an. Rufe nach Trainern wie Jürgen Klopp werden laut, die Nachfolge bereits fest eingeplant. Nach dem Sturz des BVB auf den letzten Tabellenplatz verstummten diese jedoch urplötzlich wieder. Warum? Ist er nun kein guter Trainer respektive Nachfolger für Wenger mehr? Oder passt es nicht ins Bild einen Trainer, der ohne Zweifel sehr viel Qualität hat, in eigenen Krisenzeiten herbeizuloben?

Es ist sicherlich ein sehr schmaler Grad zwischen dem Anspruch und dem Recht auf Äußerung von Kritik und dem Kredit, den Team und Trainer nach dem nicht lang zurückliegenden Sieg in Wembley haben sollten. Trotz vielschichtiger Diskussion über die letzten Tage kommt man in dieser Problematik nicht zu einem wirklich befriedigenden Ergebnis. Doch bewerte ich die Lage dahingehend, dass derzeit nicht die Person Wenger im Vordergrund stehen sollte, sondern die Spieler auf dem Platz. Die Euphorie des Sommers sollte noch nicht einer Winterdepression weichen…zumindest noch nicht.

Cheers

Chris || German Gunners
https://germangunners.wordpress.com/

Beitrag bewerten

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar