Unsere 2014er Jahresreview (Teil 1 von 2) Bisher keine Bewertungen

Nun sind wir wahrlich etwas spät mit unserem Jahresrückblick. Das neue Jahr steht ja schon wieder gut im Saft – W2 D0 L1. Eine Siegesquote von satten 66,6%. Gar nicht so schlecht eigentlich. Das Spiel gegen Mordor kann als Ausblick in bessere Zeiten fungieren, wenn – ja wenn – wir uns am Sonntag gegen die Scheichs angemessen präsentieren. Fingers crossed.

Zurück zum eigentlichen Thema – Arsenal Germany hat ein weiteres, sehr erfolgreiches Jahr hinter sich. Viele neue Gesichter sind dazu gekommen und sollten uns bei der Arsenalisierung des Abendlandes mit Mut und unbändigem Eifer zur Seite stehen. Nachdem sich einige Mitglieder bereits die Spiele gegen Palace, Yernited und Bayern (Home) angesehen haben, folgte kurz darauf die erste gemeinsame Gruppenfahrt des Jahres.

SUNDERLAND (HOME) – Gruppenfahrt I –
Das Spiel gegen die Black Cats im Ashburton Grove, dass wir ungefährdet mit 4:1 gewannen, sahen 30 unserer MitgliederInnen. Was jedoch viel interessanter war als das Spiel selbst, war die Enthüllung der Dennis Bergkamp-Statur vor dem Spiel. Und „God“ höchstpersönlich war anwesend. Ehrfurcht und Dankbarkeit erfüllten die klare Februarluft rund ums Grove. Stefan H. schaffte es, sein 2006er-Highbury-Memorial-Shirt mit der Unterschrift DB10’s versehen zu lassen. Freudentränen tiefer Dankbarkeit liefen innerlich im sächsischen Frohgemut zusammen.

Im Anschluß an das Spiel kam es zu innigen Sympathiebekundungen mit den derweil legendären Away Boys und deren Frontfrau. Das Gunners Pub war kurzzeitig in germanische Klangfärbungen gelullt während die davon unbeeindruckte Bardame gewohnt lässig an ihren Schankhähnen hantierte. Es wurde gelacht, getrunken,gesungen und posiert. Einstand demnach mehr als gelungen.

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Bayern München (AWAY) – Champions League Achtelfinale –
Da die wundervolle Münchner Hauptstadt immer eine Reise wert ist, dachten wir uns, dass uns das dieses Jahr wieder eine Arsenal Germany-Reise wert sein sollte. Das Ergebnis vom Hinspiel in London (0:2) trübte die Vorfreude ein wenig – ne, nicht ein bisschen um ehrlich zu sein. Aus allen Teilen der Republik (und aus GANZ Europa) strömten die Verfechter der Kanoniere – quasi die neuen Beschützer der Arsenal’ischen Vorherrschaft im Augustinerkeller – in die bavarischen Straßen um ein weiteres Mal unter Beweis zu stellen, dass die Red Army bisher noch jede Stadt eingenommen hat. Obgleich auch nur für 24 Stunden. Es war ein Freudenfest. In sanfter Alkoholschwangerschaft wurden Lieder geschmettert, neue Freundschaften gefestigt und Sprachbarrieren niedergestoßen. Bayern? Man sah und hörte sie nicht. Sie wurden in ihren sicher geglaubten, heiligen Hallen, dem Augustinerkeller, in Grund und Boden gesungen. Ein Brite markierte ganz Gentleman-like mit einer sanften Urinausschüttung – direkt vor 3 Polizisten wohlgemerkt – gegen 16 Uhr sein Revier: die Mülltonne an einem Mast ca. 10 Meter vor’m Eingang des Augustiner. Die Menge jubelte, wollte zu einem inbrünstigen „He pisses where he wants“ ausholen. Vergebens.

Die Polizeieskorte zur U-Bahn am Marienplatz war deutlich größer als unsere kleine Truppe von ca. 100 Goonern, die den Aufbruch gen Stadion verschlafen hatte. Gut – wir waren schon ziemlich laut. Das Spiel verkam leider etwas zur Nebensächlichkeit und wir schieden schlußendlich mit einem 1:1 im Achtelfinale der Champions League aus. Aber was für ein Trip!

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Hull City FC (Wembley) – FA-CUP Finale & Jahreshauptversammlung 2014 in Hamburg –
Ein Tag, der mit Sicherheit einen festen Platz im Geschichtsbuch von Arsenal Germany finden wird. Wieder sollten German Gooners aus der ganzen Republik – von Berlin über Hamburg, Köln, Frankfurt und München – zusammenkommen und etwas Unvergleichliches erleben. Die erste Trophäe seit geschlagenen 9 Jahren. N E U N  J A H R E. Wenn Ihr nicht dabei ward, könnt Ihr Euch trotzdem vorstellen, was das für uns alle bedeutet hat und was für eine Eruption es hervorrief. Hamburg verfiel im Chaos. Strassenzüge rot-weißer Feierlichkeiten sollten bis tief in die Nacht das Stadtbild beherrschen. Autos wurden auf offener Straße ausgebremst. Menschen lagen sich in den Armen und hatten wieder Hoffnung. Es war ein Gefühl der Gerechtigkeit gepaart an der Gewissheit, nun nicht mehr lesen zu müssen: „It’s been 9 years since Arsenal have last won a trophy!“. Ziemlich schräge, spontane Tanzeinlagen wurden präsentiert, das Interior der Paddy’s Bar kurzerhand umgestaltet, die Kellnerin mit sanftmütigen Blicken bezirzt und Straßenschilder aus der Angel gehoben. Ihr merkt – ich übertreibe ein wenig. Es war ein unfassbar grandioser Tag, den wir gemeinsam zelebrieren konnten. Und wie wir das taten. „She wore, she wore, she wore a yellow ribbon…“. Wir haben geglaubt – und es wurde wahr. Der Pokal kam nach Highbury. Danke, Santi Cazorla. Danke, Laurent Koscielny. Danke, Aaron Ramsey. Und vor allen Dingen: Danke, Arsenal!

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Hier noch ein Zusammenschnitt der Veranstaltung in einem Youtube-Video:

Daneben haben wir – im Vorfeld natürlich – einen neuen Vorstand gewählt und wichtige Themen diskutiert. Den Vorstand findet Ihr hier:
Vorstand Arsenal Germany

Besonderer Dank geht an dieser Stelle nochmals an Marten, Ralf und Uwe, die sich aus eigenem Willen aus dem Vorstand verabschiedeten. Danke für Eure großartige Arbeit!

Nächste Woche geht es weiter mit dem zweiten Teil unseres Jahres 2014.

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Reisebericht: West Ham away Bisher keine Bewertungen

von Christian Reichert, Jan-Henrik Vossenkämper und Sebastian Weiß

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Schnee am Flughafen Hahn

28.12.2014, 03:15 Uhr: Los ging sie, die Reise in unser geliebtes London. Wetterbedingt machten wir uns aufgrund der erschwerten Bedingungen eine gute halbe Stunde früher als sonst auf den Weg in Richtung Flughafen Hahn. Anders als bei Jan aus der Nähe von Bielefeld hatte es in Rheinhessen zwei Tage lang geschneit und der Räumdienst wurde davon wohl so überrascht wie sonst nur die Bahn von plötzlichem Wintereinbruch. Relativ pünktlich durften wir dann auch in unsere Maschine einsteigen, mussten dort aber dann leider doch noch ca. eine Stunde auf den Abflug warten, da unsere Maschine erst noch enteist werden musste. Hatten wir so auch noch nicht… Christian nutzte die Gunst der Stunde und präsentierte unseren neuen Schal der Allgemeinheit. Andere würden behaupten, er hätte noch mal kurz die Augen zugemacht 😉

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Schal präsentieren

 

Am Flughafen angekommen warteten wir dann auf den Dritten im Bunde, der dieses Mal aus Köln angeflogen kam. Damit war die Reisegruppe komplett und wir machten uns mit dem Stansted Express per Zug auf den Weg in die Stadt (Liverpool Street Station). Dies machte durchaus Sinn, da wir alle drei zur gleichen Zeit wieder zurück zum Flughafen mussten und der Zug ziemlich genau 30 Minuten pro Weg schneller ist als der Bus. Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein in der Stadt angekommen nahmen wir unser Frühstück fast schon traditionell bei Bill’s Restaurant (1 Hoxton Square) ein. Hier stieß Jason noch zu uns, der gerade bei seiner Familie in der Nähe von London zu Besuch war. Gut gestärkt fuhren wir nun mit dem Bus in unser Hotel (Ibis Budget Whitechapel, Dreibettzimmer für 83 GBP pro Nacht) um das Gepäck loszuwerden. Da wir nicht die einzigen German Gooner waren, die am Nachmittag den Upton Park besuchten, hatte Carsten ein nettes Wetherspoon Pub (Baker Street) für das eine oder andere pre match Bier in die Runde kommuniziert, zu welchem wir dann als nächstes gefahren sind. Gegen 12:15 Uhr dort angekommen lief dann auch gleich schon das erste Bierchen in unsere trockenen Kehlen. Carsten gönnte sich derweil noch ein zweites Frühstück und währenddessen stießen (Ker)Sten und Shorty noch dazu. Damit war die „Reisegruppe West Ham away“ komplett.

Um 13:15 Uhr stiegen wir dann in die Tube in Richtung Upton Park. Unterwegs stieg der „Druck“ bei uns allen so dermaßen, dass wir uns trotz unserer Schals und Fankleidung in ein Pub der Hammers-Anhänger (The Queens) begeben mussten, um den Druck loszuwerden. Nach kurzem Fußmarsch durch die Tudor Street (nur durch diese Straße kommt man zum away Block) waren wir an unserem Ziel für die nächsten knapp zwei Stunden angekommen: dem Boleyn Ground! Seanzi von Arsenal Manchester wartete bereits mit den Tickets auf uns und wir tauschten noch ein paar Worte aus, bevor es ins Stadion ging. Durch den altehrwürdigen Eingang des Boleyn Grounds ging es dann voller Vorfreude und Hoffnung hinein in dieses tolle, fast schon nostalgische Fußballstadion.

Eingangstüren away stand

Eingangstüren away stand

Zu dieser Zeit wussten wir noch nicht, dass wir in den kommenden 90 Minuten mehrfach unmittelbar vor einem Herzinfarkt stehen würden… Über das Spiel wurde in der Zwischenzeit ausreichend berichtet, allerdings möchten wir mit einigen Sätzen/Gesängen noch einmal kurz das erlebte wiedergeben:

  • Nach unserem völlig verdienten (*hust*) 1:0: „Ssshhhhh…. Is this a library? Is this a library? This is a library! This is a library!“
  • Nach unserem mehr als verdienten 2:0: „Where’s your famous, where’s your famous, where’s your famous atmosphere?!“
  • Jan und Christian wurden mündlich und mit Gesten mehrfach aufgrund ihrer Freude „gekillt“
  • In der Halbzeit: kurz setzen und das Herz zur Ruhe kommen lassen
  • 9 Minuten auf ein schnelles drittes Tor hoffen
  • 54. Minute: es klingelt im eigenen Kasten und das Zittern geht los
  • Ab der 55. Minute: Herzinfarkt-Risiko stieg von Minute zu Minute, von vergebener Chance auf unserer Seite und zu Chancen von den Hammers
  •  Kurz vor Schluss bis zu 90 +5 und bei den vielen Flanken und Freistößen der Hammers erreichte das Infarkt-Risiko seinen Höhepunkt
  • Abpfiff, totale Eskalation, Freude und Spannungsabfall
  • hinsetzen, Schweiß abwischen
  • von den Ordnern aus dem Stadion geschickt worden (wir waren die letzten im Block)…

Kleine Auswahl an Bildern:

Und hier noch ein kurzes Eskalationsvideo beim 1:0 durch Santi:

Nach dem Spiel trennten sich die Wege der German Gonners auch schon wieder: Shorty, (Ker)Sten und Carsten fuhren in Richtung Whitechapel, um in einem Plattenladen nach Vinyl zu schauen und Jason, Jan, Christian und ich machten uns auf den Weg zur Liverpool Street Station, um dort in der Nähe noch etwas Essbares zu uns zu nehmen. Nach gefühlten zwei Stunden Marsch und einer elendig langen Schlange vor der Tube saßen wir dann auch endlich in der Tube. Gegessen haben wir im „Woodins Shades“ (212 Bishopsgate), schräg gegenüber der Liverpool Street Station. Uriges Pub/Restaurant auf zwei Ebenen: Im Erdgeschoß ist das Pub (drinking only) und im ersten Stock befindet sich das Restaurant. Aufgrund des doch sehr langen und anstrengenden Tages machten wir uns im Anschluss an das Essen auf den Weg zurück ins Hotel, wo wir den Abend ausklingen ließen.

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Frühstück im „The Park“

 

Am nächsten Morgen fuhren wir, immer noch geflasht von diesem hochverdienten Auswärtssieg (*räusper*), gen Finsbury Park, um dort im „The Park“ (296 Seven Sisters Road) ein englisches Frühstück zu uns zu nehmen. Das „The Park“ ist ein echter Geheimtipp, denn dort gibts das Frühstück inkl. Kaffee für gerade mal 5 GBP. Allerdings muss man etwas Glück haben, dort einen Platz zu ergattern. Es gibt nämlich gerade einmal ca. 20 Sitzplätze.

Nach dem Frühstück noch schnell durch den Fanshop geschlendert und dann gings in die Stadt zum shopping. Okay, das nahmen wir uns vor, gefunden haben wir allerdings nicht wirklich etwas. Nach einem frisch gemixten Fruchtsaft und Besuchen bei Lillywhite’s und weiteren Läden gingen wir dann um 15 Uhr zum Mittagessen. Dieses Mal war Jan der Ideengeber und so aßen wir richtig gute Pizza im „Fire & Stone“ (31/32 Maiden Ln, Covent Garden) und tranken guten Cider mit strawberry und lime Geschmack dazu.

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Reisegruppe Rheinhessen + Jan

Ziemlich genau um 17 Uhr brachen wir dann auf in Richtung Flughafen (mit dem Stansted Express ab Liverpool Street Station), wo wir uns noch ein gemütliches „Abschiedsbierchen“ genehmigten, bevor es pünktlich wieder nach Hause ging. Voller Hoffnung und mit dem guten Gefühl dieses Auswärtserfolgs sahen wir dem nächsten Spiel bei Southampton entgegen. Wie das ausging wisst ihr ja…

Und trotzdem: Wir freuen uns schon auf den nächsten Trip nach N5, München, Dortmund oder wo auch immer hin! Mit Arsenal Germany ist jeder Stadionbesuch ein echtes Erlebnis!

#awaywin #diekanonegehtüberalles #library

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Reisebericht Arsenal Germany Gruppenfahrt gegen Burnley Bisher keine Bewertungen

Hallo liebe German Gooners,

zum Abschluss der Gruppenfahrt noch ein paar Impressionen und Zeilen über unsere Jahresfahrt.

ca. 20 German Gooners waren bei der diesjährigen Jahresfahrt am letzten Wochenende in den Norden Londons gereist.

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