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Unser heutiger Gastautor ist Gründungsmitglied des Arsenal Germany Supporters Club. Der sympathische Hamburger John kam über einen wunderbaren Zufall zum AFC. Erst schenkte ihm sein Onkel ein Shirt der Gunners bevor ein paar Jahre später ein Familienmitglied bei Arsenal unter Vertrag genommen wurde. Er sollte eine große Karriere beim AFC hinlegen. Trefft John und lauscht seinen wunderbaren Anekdoten:


Geschrieben von John Davis


Normalerweise redet man ja nicht über sein erstes Mal und manchmal ist es auch gar nicht so klar zu definieren, was denn bzw. wann denn das erste Mal eigentlich war bzw. stellt es sich erst viel später heraus, was denn als erstes Mal zu Rate gezogen wird bzw. als dieses 1. Mal überhaupt erst angesehen werden kann oder soll. Geiler Satz – wer ihn verstanden hat, der kann weiterlesen. Wer nicht… ach, entscheidet selbst.☺

Ich würde sagen, mein 1. Mal ist sooo lange her, dass ich mich kaum noch dran erinnern kann. Ich war irgendwas um die 5 oder 6 Jahre alt, da hatte ich „Kontakt“ zu einem Verein, der eine Kanone als Wappen hat und welche damals noch nach Links zeigte.

Eine Kanone auf einem Trikot.

John David

„Cool!“ fand der kleine John aus dem schönen Hamburg, einer großen Städte im Westen der Republik. Noch ziemlich planlos was Ostdeutschland, Westdeutschland, Nord und Süd eigentlich bedeutet und dann plötzlich ein Trikot mit einer Kanone in der Hand . „You want to have it?!?“ war die lapidare Frage von Roger, meinem Onkel. „Yes, sure, but is it ok for Colin? It’s his Shirt.“ O-Ton Roger: „Just take it, Arsenal is rubbish!“ Ich habe das etwas zu große Shirt dann im Urlaub in Skipsea an der Ostküste Englands und in Hamburg mit Stolz getragen. In Rotherham, wo es mir gegeben wurde, war es nicht wirklich tragbar ohne doofe Kommentare zu bekommen.

Soviel zum ersten Kontakt. Einige Jahre später – das Trikot ist wohl auf einem Bolzplatz in Hamburg Lurup irgendeinem Nagel oder Zaun zum Opfer gefallen – gab es plötzlich und unerwartet fast keine DDR mehr. In Hamburg fuhren Trabbis über die Reeperbahn und das Jahr 1989/90 wurde irgendwie zu einem Speziellen. Der HSV fiel irgendwie immer mehr seiner eigenen Arroganz  zum Opfer und es wurde etwas ruhiger in Stellingen. Ich wurde gefragt ob ich nicht mit zu einem Fußballspiel möchte, wenn ich denn nach England komme. Klar wollte ich. Gefragt, getan. Ich begleitete meinen Onkel und meinen Cousin (ja, der dem das Trikot damals gehört hatte) zu einem Spiel nach London. QPR vs Arsenal. Es war ganz schick. Wir wurden durch die heiligen Hallen von QPR geleitet, zu unseren Plätzen gebracht und es wurde Bier serviert. Toll – Bier mit Alkohol! Beim HSV hatte Herr Krohn damals gerade Alkoholverbot im Volkspark ausgesprochen. Der Gegner von QPR war diese Mannschaft mit der Kanone. FC Arsenal London. JA, so „kannte“ ich die und eigentlich waren die mir völlig egal – genauso wie QPR. Da spielte zwar ein persönlicher Bekannter aber für mich war es der Erlebnisfaktor, den ich bei dem Ganzen gesehen habe.

David Seaman QPR

Fußball am 03.03., dann noch auf der Insel, in London. Was will man mehr. QPR hat gewonnen. Arsenal hat mit einer Mannschaft gespielt, deren Namen mir in einigen Jahren noch sehr oft durch Gesänge, Geschichten und tollen Momenten wieder vor Augen erscheinen sollten und ich muss gestehen – ich bin nach Jahren noch dankbar, dass ich diese Jungs alle zusammen spielen sehen durfte und konnte. Wenngleich sie dann auch in der vermeintlich falschen Mannschaft gespielt haben. Ich bin dann am Montag nach Hause geflogen und habe in der Zeitung, die ich in Heathrow bekommen habe, genau das gelesen, was ich am Samstag eigentlich schon wusste. Der Torhüter von QPR wechselt für eine Rekordablöse zu Arsenal. Toll, dachte ich, er ist in dem Moment der teuerste Torhüter seiner Zeit, ist einer der nettesten Menschen, die ich im Fußball und privat kenne, und ich hatte sogar schon mal ein Trikot von den Typen mit der Kanone. OK, ich folge ihm dann mal und schau, was das für eine Truppe ist, wenn es soweit ist.

David Seaman Arsenal Germany

Es dauerte dann noch gut 7 Jahre bis zu meinem nächsten Spiel. Chelsea vs Arsenal FC. Arsenal hat gewonnen, so wie es sich gehörte, und ich wusste: „JA, ich glaube das mit dem Trikot war ein Zeichen☺“. Diesem Spiel folgten dann noch viele weitere, meistens die Spiele der Champions League, denn da konnte ich den Fußball mit dem Reisen verbinden. Das eine „Reise“ nach Dortmund nicht wirklich zu einem kulturellen Highlight werden würde, das ist jedem klar, aber ok – kann man ja auch immer mal wieder mitmachen. Zwischendurch stieß ich dann auf eine Homepage, die es sich zum Ziel gemacht hat, das Thema Arsenal FC als deutschsprachige Seite zu präsentieren. Das diese Seite wider Erwarten nicht auf der Insel entstanden ist, sondern wahrscheinlich in einer kleinen Studentenbude fast in Polen, war zu dem Zeitpunkt noch ein Geheimnis. ABER: der Typ, der diese Seite einfach mal so gestartet hat, ist letztendlich dann auch irgendwie schuld daran, dass ich mich doch viel mehr mit dem Thema Arsenal beschäftigt habe als ich es vorher gedacht hatte. Mein Dank geht hier also mal an die 001 (PVG).

Arsenal Germany ALT

Eine ganz spezielle Reise wurde die Reise zum Spiel Arsenal vs. Ajax Amsterdam. Wiedermal hatte ich die Möglichkeit, mich „einladen“ zu lassen, und ich konnte wieder mal jemand mitnehmen. Also klar: Ich nahm das Angebot an und sagte zu. Zwei Karten für’s Spiel, für die Players Lounge, für eine Box etc. Ein rundum Sorglos Paket. Ich fragte den Typen, der Uwe hieß und den ich eigentlich nur vom schreiben und vom telefonieren her kannte. Er hatte mir seinerzeit einige Karten für ein Spiel in Dortmund abgenommen, da sich nicht genügend Leute gefunden hatten und ich kurzfristig in genau der Woche geschäftlich nach Paris musste. Er war der Einzige, der zu dem Spiel gegen Ajax spontan bereit war, nach London zu fliegen, und das für lediglich ein Spiel und einen Abend. Wir kannten uns, wie gesagt, nicht aber es war der Anfang einer tollen Freundschaft, die ich heute nicht missen möchte. Danke Uwe (Methuwesalem) für die vielen genialen Momente und Erlebnisse. Uwe hat sicher einen unvergesslichen Abend, mit einer unfassbar hässlichen Krawatte erlebt. Wir waren zu Gast in der Box von Dennis Bergkamp und David und konnten aufgrund einer Verletzung David’s die komplette zweite Halbzeit damit verbringen, zu quatschen und zu genießen. Hups, ich schweife gerade ab…

Arsenal01

Arsenal02Ich war nie der Fußballkenner, der die taktischen Ausrichtungen, die Transfers, die Spieler oder gar die Wirtschaftslage des Vereins beurteilen oder gar besprechen würde. Ich war bzw. ich bin immer noch der Konsument, der sich freut, zu Spielen zu fahren, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, auszutauschen und eine geile Zeit miteinander zu verbringen. DAS ist in den letzten Jahren immer wieder auch ein Grund gewesen, diesem Verein zu folgen und sich mit den geilsten Menschen, die man sich vorstellen kann – was „Fantum“ angeht – zu treffen.

Die Gründung von Arsenal Germany war in der ganzen Geschichte dann tatsächlich irgendwann eine Selbstverständlichkeit und ich glaube, wir haben mit der Gründung und dem was da so passiert ist in den letzten ca. 16 Jahren eine Menge erreicht,und ich bin stolz ein Teil dessen zu sein! Der Typ, der nun schon seit ein paar Jahren nicht mehr dort spielt, der wundert sich noch heute, dass ich dem Verein so treu geblieben bin. Ich wunder mich nicht – ich würde sagen: „ALLES RICHTIG gemacht!“ Aus dem Titel „Mein Erstes Mal“ wurde dann doch irgendwie was anderes mit Randnotizen. Ich hoffe, ihr seht es mir nach.

Auf ganz bald mal. Ich hoffe, ich sehe bei meinem nächsten und hoffentlich nicht letzten Mal, wieder ganz viele von Euch, denn ihr seid irgendwie für mich das Salz in der Suppe wenn es um Arsenal geht.
„There is only one Team in London“ und „Hamburg ist blau weiß“!

DB10, El Presidente & JoHHn

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Was hat Schottland mit Arsenal zu tun? Ziemlich viel – zumindest im Falle unserer Arsenal Germany Nummer 003. Ihr habt richtig gelesen – Sten, der in den folgenden Zeilen den Weg nachzeichnet, wie Arsenal sein Herz zu erobern vermochte, besitzt die Mitgliedsnummer 003 und ist demnach einer der Gründungsväter des Fanklubs. Bekannt wird er vielen von euch durch die „DER SCHAL“-Bildreihe sein, die es auf der alten Seite gab (und die bald auch wieder hier aufleben wird). Der Schalvater sozusagen. Im Übrigen ist er auch der Ideengeber zur „Mein Erstes Mal“-Reihe. Jedenfalls machte er sich schon ziemlich früh auf ins gelobte Land und entdeckte dort „Namen wie Bibelgebete“, die von George Graham über den Rasen geleitet wurden. Genug der einleitenden Worte – trefft Sten: 


Geschrieben von Sten S.


Eines vorweg zur Kenntnisnahme, geneigter Leser, der Verein mit dem es sich zu messen galt, bei „MEINEM ERSTEN MAL“ mit Arsenal – es war ein Auswärtsspiel – existiert heute in seiner damaligen Form nicht mehr. Das ist durchaus schade. Auch fand dieses Spiel nicht in dessen eigentlicher Heimat statt – vielmehr in einem „fremden“ Stadion ne ganze Ecke weg vom eigentlichen Zuhause. Zwei kleine Faktoren nur, die aber schon einiges an Vorgeschmack preisgeben, auf die Suppe, die ich mir durch dieses erste Mal einbrockte & die „Abenteuer“, die noch folgen sollten, rund um meine späteren Besuche bei den Goldfüßen aus N5. Doch der Reihe nach:

Wie der Jenenser in der DDR aufgewachsen, erfuhr ich schon in früher Kindheit das Glück, durch ein Foto in einem durch den eisernen Vorhang geschmuggeltem Donald Duck Heftes, meine Liebe für Schottland & die darin befindlichen Highlands zu entdecken. Von da hieß es noch ein paar Jahre wachsen, warten & groß werden. 1989 wurde die Mauer umgeworfen, in den neuen Bundesländern konnte ich nichts wirklich Reizvolles mit Bremswirkung entdecken & schwuppsdiwupps, ging es mit dem Interrail – Ticket – damals 500 DM – für einen Monat & dem Zug durch Europa bis hinauf in die Highlands! Wohlbemerkt OHNE Unterkunft, OHNE Zelt, OHNE Schlafsack & eigentlich auch OHNE Geld! Im richtigen Land waren wir also schon Mal, aber das ist eine andere Geschichte …

London

London 1993

Camden 1993

Camden Market 1993

Trotz eines Faibles für DEN Verein aus Dresden, der in den 70ern gesamt 6x gegen Liverpool im Cup der Landesmeister z.T. große Schlachten schlug, hatte ich auch da wieder das Glück nicht von der Liverpool-Manie der Einwohner dieser Stadt mitgerissen zu werden. Englischer Fußball interessierte mich bis 1993 nicht wirklich. Es gab nach der Wende einfach viel zu viel Neues, es gab keine Grenzen mehr, weder aus Stein, noch in meinem Kopf, es gab plötzlich eine nie genossene Freiheit, es gab Individualität, Entfaltung, es galt ein Meer an neuen Erfahrungen zu verarbeiten, es gab neue Musik, neue Jugendkulturen zu entdecken & zu leben & es gab ein neues Lebensformat, das weitab der ostdeutschen Normalität lag. Kurz um, zu jenem Sylvester 1993 machten sich also knapp 15 Leute aus der Region um Döbeln mit einem Bus von Rainbow–Tours (gibt es die noch?) auf nach London um die Welt zu erobern! Wir überrannten den Markt in Camden, die Oxford Street, Soho & Nothing Hill, allein schon der Plattenläden wegen. Es galt so viel auf zu holen. Und da auf der Insel POPMusik & Fußball zusammengehören wie Plattenspieler & der Kauf der wöchentlichen 1 Pfund 7“, kam was kommen musste: An jenem 1.1.1994, nach durchzechtem New Year`s Eve am Trafalgar Square, entschieden sich 4 der 15 für das Spiel Wimbledon gegen Arsenal, wohl der Aspekte wegen: Wimbledon ist nicht weit weg, bei Arsenal spielt ein Däne mit & die ganzen anderen Londoner Vereine sind doch Rotz!

Wimbledon - 1994

Wimbledon VS AFC

Selhurst Park late 70s

Selhurst Park (1978)

Der Wimbledon FC wurde 1889 gegründet, also auch mit viel Tradition gesegnet, dümpelte aber größtenteils durch eher unterklassigen Ligen. Der größte sportliche Erfolg bis 1994 war der FA – Cup Gewinn 1988 gegen Liverpool. Später – 2004 – überlebte man ein Insolvenzverfahren nicht & wurde in den Milton Keynes Dons neu gegründet. Im Gegenzug der Kommerzialisierung gründeten Anhänger bereits 2002 den Gegenentwurf AFC Wimbledon. Bis 1991 spielte man an der Plough Lane bevor man ab da – Grund war der Taylor Report – in den Selhurst Park, der Heimstätte von Crystal Palace, wechselte. Hätte man wissen können! Hätte man wissen müssen!!! Wir fuhren mit dem Zug natürlich erst mal nach Wimbledon, wunderten uns kurz das da gar nix los ist, erlebten die unendliche Zuvorkommendheit eines Ortsansässigen, der uns mit breitem Grinsen im Gesicht erklärte, wie man nun schlussendlich mit einem neuen Versuch zum eigentlichen Ort des heutigen Spieles kommt, zum Selhurst Park. Ne lustige Odyssee durch den Süden Londons, noch weit jenseits dieses sagenumwogenen & von den Clash besungenen Brixton. Nun ja, jeden mag die Liebe anders ereilen. Mich ereilte sie auf dem Weg zu Stadion!

Brixton 70s

Brixton 1970s

Selhurst Park late 60s

Selhurst Park 1967

Die endlosen Backsteinhäuserreihen mit den Vorgärten, die nur in den besseren Gegenden auch als solche zu erkennen sind, der süßliche Geruch, der Staub in der Luft, der klebrige Boden, eine durch die Gassen wehende warme Brise, vermengt mit fliegendem Zeitungspapier, in das noch wenig vorher für schmale Pfund die Fish and Chips Portionen gewickelt wurden, triefend vor Fett & Druckerschwärze & der einzigsten Gewürzmischung, die dazu passt – Salt and Vinegar. Abgeblätterte Farbe an den Fassaden, geschlossene Fabriken, leerstehende Häuser, Stacheldraht, ausgebrannte Fensterlöcher & um einen herum Männer in groben Anzugstoffen, Tweed–Mänteln, die allesamt schon bessere Zeiten erlebt haben, Skinheads, Punks, viele verlebte, abgehalfterte Gestalten mit Zahnlücken so groß wie wenig später die Abwehrreihen von Wimbledon. Ein Gefühl das unserer damalige Gemütslage einfach nur bedingungslos wiederspiegelte, mit all diesem Streben nach Unabhängigkeit, nach Unangepasstheit, nach „Anders“ sein! Wir saugten diese Momente, jede Sekunde davon, einfach nur ein um selbst ein Teil davon zu werden! Mitten auf der Straße, ohne es wirklich als solches zu erkennen: Das Kassenhäuschen mit diesem vielleicht 20 Quadratzentimeter großem, vergittertem Guckloch, davor Programme verkaufende Kinder, ein paar wilde Verkaufstände & dann dieser extrem schmale Zutrittsgang mit einem in das Mauerwerk eingelassenem Drehkreuz, welches schon zig Tausende Leute erlebt hat, aber keinen neuen Anstrich seit 1920: Gänsehaut pur! Obwohl hier eigentlich Crystal Palace zu Hause ist, finden immerhin 16.584 Leute den Weg an jenem 1.Januar ins Stadion, später im Jahr, bei Wimbledon vs Aston Villa verirren sich nur noch 6.221 in den Selhurst Park, andere Zeiten halt. Wir stehen hinter dem Tor auf einer Art Schlacke–Tribüne, unüberdacht, die Hälfte der Anwesenden im Stadion sind Gooner jedes Alters, die in einer Reihe aufgestellt heutzutage jedes Casting für Programmkino-Filme sprengen würden! Fast das gesamte Spiel über werden sich Späßchen mit dem Torwart erlaubt, welche in einem grandioses Jubel gipfeln, als er sich später kurz zu uns umdreht & winkt … David Seaman … reine Magie! Auch heute noch erinnere ich mich noch an die Gespräche mit den Nachbarn, kein Standesdünkel, keine Introvertiertheit, eine Masse, ein dunkler Haufen wie aus einem Endzeitfilm, eine Einheit, eine Gemeinschaft! Den Slang des Londoner Nordens zu verstehen, brauch ich diverse Minuten, wenn ich ehrlich sein soll,  ich versteh ihn bis heute nicht .., yeeees, es wird genickt, es wird bestätigt, da wird mehr vermutet als verstanden … „Uuusnallll“ wird sofort übernommen & voller Inbrunst geschmettert, die Torfolge tun ein übriges, 1 – 0 durch Kevin Campbell, das 2 – 0 macht ein mir bis dato unbekannter Bursche namens Ray Parlour, das 3 – 0 erzielt Ian Wright, Wright, Wright. Der WFC ist kein wirklicher Gegner, es ist ein Happening!

Ray Parlour

Ray Parlour

John Jensen

John Jensen

Wenn ich heute die Aufstellung lese: Seaman, Dixon, Steve Bould, Adams, Winterburn, Merson, Keown, John Jensen. Ich hatte ja schon immer eine Affinität für diese Dänen & eben jener bereits erwähnte Ray Parlour & Ian Wright, das alles unter Georg Graham. Namen wie Bibelgebete – mein Herz hatte keine Chance!!! Die Liga wurde am Ende mit Platz 4 abgeschlossen, hinter den Blackburn Rovers & Newcastle, vor Leeds. Zeiten können sich ändern – class is permanent. Am 4.Mai 1994 gewann Arsenal gegen Parma durch ein Tor von Smith den Cup der Pokalsieger im Parken Stadium in Kopenhagen. Es gab Jahre danach im Fanshop für ein Pfund einen Kassettenmitschnitt der Radio–Übertragung, der mir bis heute Gänsehaut verursacht. 2000 spielten wir wieder ein Finale da – gegen Galatasaray. Na ja – schweigen wir lieber.

Vielleicht sind es die einfachen, die kleinen, die unerwartenden Momente, die einen Menschen mehr prägen können, als jeder Plan, jeder Wunsch, jede Zielsetzung? Ich wiederhole mich gern: Ich hatte Glück! Arsenal wurde von da an Teil meines Lebens!

Und um die Sache hier abzuschließen: Nach Hause ging es dann übrigens wieder ganz „typisch“ für mich & meine neue Beziehung! Dem Reisebus versagte die Elektrik, wir wurden wir mit Blaulicht nach Dover eskortiert. Von der Fähre runter mussten 20 Leute helfen, den Bus anzuschieben. Es regnete so herein, dass sich Rinnsale bildeten & die Reiseleitung sich bemüht sah, unseren inzwischen frohlockenden Haufen mit kostenlosen Flachmännern still zu halten! Natürlich fuhren wir auch ohne Licht & Scheibenwischer bei strömenden Regen inmitten von zwei Begleitbussen die 1000 km bis NICHT nach Hause, da beim Verlassen des Busses immer noch gut 25 km fehlten. Es war 2 Uhr in der Nacht & eigentlich gab es auch noch KEINE Handys damals.

Doch auch diese Geschichte ist eine andere …

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