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Du willst einen neuen Vertrag? Sag einfach, dass Arsenal an dir interessiert ist
„Trainer? Arsenal ist interessiert. Sie bieten 30 Millionen.“
„Okay, fairer Preis.“
„Wie bitte? Nein! Arsenal ist interessiert. Arsenal.“
„Ah – Wir sagen deinem Agenten Bescheid.“
So ungefähr dürfte es bei Griezmann, Vardy, Icardi und Mahrez ausgesehen haben. Wenn wir nicht leider schon im Mittelfeld und im Tor gut bestückt wären, wären sicherlich auch Transfers von Kasper Schmeichel und Danny Drinkwater in den Medien kolportiert worden. Das Problem ist, dass Fans auf so etwas sofort anspringen. Selbst wenn irgendein Provinzagent in der Daily Mail die Story setzt, dass sein durchschnittlicher Stürmer/Verteidiger unbedingt zu Arsenal will, wird das für bare Münze genommen. Daraus entstehen dann Geschichten wie, dass Icardis Agent und Freundin in London ist, um einen Vertrag auszuhandeln oder dass Wenger bei Leicesters Testspiel ist, um persönlich mit Mahrez zu reden. Das ganze geht natürlich auch andersherum, wenn Zeitungen berichten, dass Guardiola Walcott und Oxlade-Chamberlain verpflichten will, da er ein großer Fan von ihnen ist. Oxlade-Chamberlain dürfte sich langsam Sorgen um seinen Vertrag machen, der in zwei Jahren ausläuft und Walcott… Nun ja, er hatte nicht die beste Saison, die man sich vorstellen kann. Da ist dann auch klar von welcher Seite diese Gerüchte kommen und es ist nicht die, die Außenverteidiger als Mittelfeldspieler spielen lässt.
Ohne Verteidiger kassiert man viele Tore
Per Mertesacker wird am Ende dieser Saison 32, Laurent Koscielny 31 sein. Verteidiger spielen zwar teilweise noch bis in ihre späten Dreißiger auf Top-Niveau, aber früher oder später musste der Club sich Gedanken machen. Es wird also am Anfang des Sommers eine Liste mit jungen Verteidigern gegeben haben, die dem Manager vorlag. Der hat sich dann dafür entschieden, Boltons Spieler des Jahres zu kaufen, den 20-jährigen Rob Holding. Dass der Engländer im ersten Team keine große Rolle spielen würde, war zu dem Zeitpunkt unumstritten. Dann verletzte sich Per Mertesacker und erste Rufe nach einem erfahrenen Innenverteidiger wurden laut, schließlich würde auch Koscielny mindestens für das erste Saisonspiel nicht zur Verfügung stehen. Als sich dann auch noch Gabriel nach dem 3-2 Sieg über Guardiolas City eine Knöchelverletzung zuzog und es nur noch eine Woche bis zum Spiel gegen Liverpool war, hatten wir ein massives Problem: Koscielny noch im Aufbautraining nach Europameisterschaft und Urlaub, Merte verletzt, Gabriel verletzt und die einzigen fitten Innenverteidiger Calum Chambers (21) und Rob Holding (20), die zwar schon zusammen das U21-Turnier in Toulon gewonnen hatten, aber gegen den Kloppschen doch wahrscheinlich überfordert sein würden. Also Liste raus! Irgendeinen guten Mittzwanziger raussuchen, verpflichten, Spielen lassen! Eine Woche Zeit, um sich mit dem verkaufenden Club zu einigen, dem Spieler einen Vertrag vorzulegen, den Papierkram fertig zu machen und ihn ins Team einzugliedern –  das ist dann doch ein bisschen knapp bemessen. Und letztendlich kam auch keiner. Holding und Chambers sollten gegen Liverpool von Elneny und Coquelin, auf der #6 oder #8 oder wie auch immer, beschützt werden. Das lief auch ganz gut, bis Liverpool sich in den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte dann angefangen hat anzustrengen. Dann sind sie nach Belieben über die Flügel (weder Nacho noch Hector sind da mitgekommen), haben sich ein bisschen den Ball zugespielt und standen vor Cechs Tor. Da konnten die beiden wenig machen, auch wenn sich keiner von ihnen mit Ruhm bekleckert hat. Chambers hat dann noch das 3:4 gemacht, aber anstatt dann nochmal richtig anzugreifen, haben wir uns zurückgelehnt und entspannt. Wenger hat die beiden dann in der Pressekonferenz gelobt, aber es war doch klar, dass das so gegen Vardy und Mahrez noch einmal ins Auge gehen könnte. Da bis dahin immer noch keiner verpflichtet wurde, stand Koscielny in der Startelf, der dann auch glatt und sauber alles abwehrte, was Leicester so versuchte.
Zum Glück hat sich herausgestellt, dass Holding und Koscielny zusammen gut funktionieren. Und nochmal wird so eine Situation wohl nicht auftreten, jetzt hat Arsenal ja den Weltmeister Shkodran Mustafi verpflichtet. Aber dass es uns gegen Liverpool Punkte gekostet hat, ist offensichtlich. Wenn man drei Tore schießt, sollte man das Spiel auch gewinnen oder allerwenigstens mit einem Punkt rausgehen. Das Unangenehme ist halt, dass es so vermeidbar war. Hätte der Club nach Mertes Verletzung sofort oder wenigstens innerhalb von 3 Wochen reagiert, wäre das alles kein Problem gewesen. So aber gehen wir mit mehr Rückstand auf die Spitze in die Länderspielpause als nötig
Wenn’s klickt, dann klickt’s
Gegen den Meister auswärts unentschieden zu spielen ist nichts, wofür man sich schämen müsste. Es war nicht besonders schön anzusehen, was sich unser aus Theo, Ox, Santi und Alexis bestehender Angriff da zusammenspielte, aber letztendlich spielten wir hier auch gegen eine eingespielte Viererkette, die ihrem Team in der zweiten Hälfte den Titel gewonnen hat. Das Problem an dieser Konstellation ist, dass Alexis zu tief kommt, um den Ball zu holen. Wenn er ihn dann hat, bewegt sich keiner in die Mitte und der Ball geht auf den Flügel, aber es ist immer noch keiner im Strafraum. Sobald dann Alexis wieder in der Mitte angekommen ist, wird der Ball reingeflankt und wer jetzt denkt, dass Alexis die beiden Riesen Huth und Morgan in einem Kopfballduell schlägt, darf sich mal einen Zollstock nehmen und nachmessen. Nach dem Spiel war natürlich Krisenstimmung, nur 1 Punkt aus 2 Spielen, etc., letztendlich unbegründet, aber ein bisschen nachvollziehbar.
Dann, eine Woche später, wird Watford demoliert und der einzige Unterschied ist, dass Santi zurück auf der #8 ist und Özil in seinem geliebten Raum zwischen der Abwehr- und Mittelfeldreihe. Was ist passiert? Es wurde mal wieder bewiesen, dass die grundsätzliche Kritik an Wengers 4-2-3-1 oder 4-3-3 sinnlos ist, weil es nicht auf die Formation in der Berichterstattung geht sondern um die Interpretation der einzelnen Rollen. Und hier hat sich einiges getan: Wo Walcott sich gegen Leicester hauptsächlich auf dem Flügel rumgetrieben hat, war er jetzt auch im Strafraum zu finden und wenn Alexis zurückgefallen ist, um sich den Ball zu holen, hat sich Özil entweder am Strafraumrand oder sogar im Strafraum in bester Giroud-Manier angeboten, um Doppelpässe zu spielen. So sind einige wunderschöne Chancen entstanden, die nicht alle verwertet wurden, aber durchweg schön anzusehen waren. Sogar Theo hat sich ordentlich angestrengt und überall mitgewirkt: Ob es nun Angriffe über rechts zusammen mit Bellerin waren oder Zweikämpfe in der eigenen Hälfte.
Was ist jetzt also der Unterschied zu vorher? Es hat funktioniert. Der Plan ist aufgegangen. Das passiert leider nicht oft genug, besonders in der zweiten Hälfte der letzten Saison war es oft eine Plackerei, Arsenal zuzugucken. Aber wenn es funktioniert, dann richtig.
They see me loanin‘, they hatin‘
Wen haben wir also diesen Sommer verpflichtet? Xhaka, um das seit Gilbertos Weggang nicht gefüllte Loch im Mittelfeld zu stopfen. Holding, einer für die Zukunft in der Innenverteidigung, der sich aber bisher sehr, sehr gut angestellt hat. Mustafi, um Koscielny und Mertesacker zu entlasten und vielleicht sogar Gabriel ein wenig zu helfen. Dann Lucas Pérez, der dringend benötigte Stürmer, schnell, zielsicher und laufstark.
Im Tor haben wir Cech und Ospina. Emiliano Martínez sollte dieses Jahr noch keinen von beiden bedrängen können. Die Verteidiger sind Debuchy, Bellerin, Jenkinson, Chambers, Holding, Mertesacker, Gabriel, Koscielny, Mustafi, Gibbs und Monreal. Die Optionen im Mittelfeld sind noch beeindruckender: Ramsey, Xhaka, Elneny, Cazorla, Coquelin, Wilshere und natürlich Özil. Dann der Angriff: Alexis, Giroud, Lucas, The Jeff, Ox, Gnabry, Welbeck, Walcott, Iwobi und Akpom.
Wir alle wissen, dass es jedes Jahr eine Krise gibt, weil irgendwo die Spieler fehlen und dann müssen wir irgendwelche wild zusammengewürfelten Partnerschaften wie Flamini-Ramsey letztes Jahr ertragen. Aber mit diesem Team ist das kein Problem: Wilshere, Ramsey und Cazorla sind verletzt? Kein Problem, Elneny und Xhaka hinter Özil, Coquelin auf der Bank. Walcott und Ox wissen nicht mehr, in welche Richtung sie rennen müssen, um so wenig wie möglich im Weg rumzustehen? Lass einfach Alexis und Lucas auf den Flügeln für Giroud arbeiten, Gnabry kann immer noch in der 70. Minute eingewechselt werden. Koscielny leistet Merte und Gabriel im Lazarett Gesellschaft? Holding und Mustafi halten den Strafraum sauber und dann gibt es auch noch Chambers, falls sich einer von den beiden auch noch verletzt, etwas, das wir als Arsenal-Fans nie ausschließen sollten.
Warum also verleihen wir Wilshere ohne Option, ihn wieder zurückzuholen? Was in der Welt reitet Serge Gnabry, dass er, anstatt irgendwohin ausgeliehen zu werden, unbedingt nach Bremen verkauft werden will (Natürlich hier nichts gegen die Stadt oder den Verein, aber Arsenal und Werder sind inzwischen zwei andere Level)? Calum Chambers auszuleihen ist der einzige halbwegs nachvollziehbare Schritt, da er in seinem Alter und auf seiner Position unbedingt Zeit auf dem Platz braucht, den er, nachdem er auch noch hinter Holding zurückgefallen ist, bei uns nicht bekommen würde. Gedion Zelalem darf nicht der sein, der unseren verzweifelten Versuch trägt, die beiden Manchester-Clubs im Rennen um den Titel auszustechen.
Warum machen wir es uns immer so schwer?
North London Is Red
Ich war noch nicht einmal am Leben, als Tottenham das letzte Mal über Arsenal die Saison beendete. Seit 21 Jahren schafft es dieser Möchtegern-Top-Club nicht, mehr Punkte zu sammeln als wir. Und selbst in der Saison, in der wir seit Januar nicht mehr ordentlich gespielt haben, mit der alljährlichen Verletzungskrise und ohne verlässlichen Torschützen, selbst dann sind sie unfähig, die letzten paar Schritte zu gehen. Ja gut, Mai ist nicht unbedingt Sommer, aber ich werde keine Möglichkeit auslassen, noch einmal daran zu erinnern, wie glorreich dieser Zusammenbruch war: Gegen ein Newcastle, das bereits abgestiegen war, das eigentlich nichts mehr hatte wofür es spielen könnte, das ab der 67. Minute nur noch zu Zehnt auf dem Platz stand und zu diesem Zeitpunkt nur 2-1 vorne lag… Gegen dieses Newcastle brauchten sie nur einen einzigen Punkt und haben letztendlich 1-5 verloren. Und dann guckt man sich an, wie viele FA Cups (12-8) und Meisterschaften (13-2) Arsenal und Tottenham jeweils gewonnen haben und man sieht deutlich, dass Nord London rot war, ist und immer bleiben wird.

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Von Stefan Holzapfel

5:1 für die Bauern? Muss man nicht machen, kann man aber. Es bewahrheitete sich, was einige schon als ungutes Gefühl vor dem Spiel hatten. Wäre auch zu schön gewesen, die Bauern zweimal innerhalb von 2 Wochen zu ärgern. Aber spätestens nach dem 0:0 der Bauern in Frankfurt war klar, dass mal wieder eine gute Mannschaft eine Lehrstunde erwartet. So wie es so vielen zuvor schon ergangen ist, egal ob Wolfsburg, Dortmund, dem AS Rom oder auch dem FC Barcelona. Und das machen die Bauern, weil sie es halt können.

Die Ausgangssituation war schon bescheiden. Ospina, Bellerin, Koscielny, Wilshere, Ramsey, Arteta, Rosicky, The Ox, Walcott, Welbeck – was fast wie eine “Starting XI” klingt, ist mal wieder die Verletztenliste. Stattdessen spielen Debuchy und Campbell, denen die fehlende Spielpraxis anzumerken ist und auf der Bank sitzen Macey, Chambers, Iwobi und Reine-Adelaide. Die Bauern dagegen in Bestbesetzung mit Robben und Vidal auf der Bank.

Wenn du dann nach 10 Minuten in Rückstand gehst, ist das Spiel schon fast gegessen. Debuchy und Gabriel erhalten eine Lehrstunde, Campbell und später Chambers könnten mal wieder ein paar Minuten mehr Spielzeit benötigen. Die Art und Weise, wie das Endergebnis zustande kam, zeigt jedoch auch eine Schwäche auf, die uns schon seit Jahren verfolgt. Die fehlende Kampfkraft. Wenn man merkt, dass man mit spielerischen Mitteln nicht zum Ziel kommt, dann muss der unbändige Wille auch mal den Weg ebnen. Und das passiert bei Arsenal einfach zu selten. Zu viele Schönspieler, zu wenige Kämpfer.

Ob allein dies gegen die Bauern gereicht hätte, ist zu bezweifeln, hat uns aber auch schon in vielen anderen Spielen gegen die Stokes und West Hams dieser Welt das Genick gebrochen. Die Vermutung liegt nahe, dass sich das unter Arsene Wenger nicht mehr ändern wird. Und das ist genau der Grund, warum es gegen Vereine wie Bauern oder Barcelona nicht reicht und nie reichen wird und deshalb regelmäßig spätestens im Achtelfinale Schluss ist. Allein spielerisch sind diese Mannschaften kaum zu schlagen, sondern nur mittels einer Mischung aus spielerischer Klasse und unbändigem Willen. Der fehlte und rechtfertigt somit das Ergebnis.

Nun startet bei vielen die Rechnerei, was dieses Jahr noch drin ist in der Champions League. 2 Siege gegen Zagreb und in Piräus (mit 2 Toren Unterschied, was uns ja bisher in Piräus zum Glück immer gelungen ist) und zusätzlich auf die Gnade der Bauern gegen Piräus hoffen. Und schon ist man dabei im Achtelfinale. Soviel zur Theorie. In der Praxis stellt sich die Frage: Macht das Sinn? Nur um als Gruppenzweiter wieder einen Topgegner zu bekommen und sich obligatorisch im Achtelfinale zu verabschieden? Die größte Katastrophe wäre aus meiner Sicht ein Gang in die Loser-League. Immer schön am Spursday verausgaben, um dann am Sonntag in der EPL zu versemmeln.

Mein Lösungsvorschlag?

Noch zweimal das Youth-Team in der CL ranlassen, sich mit einem respektablen 4. Platz aus Europa verabschieden und auf die EPL konzentrieren. Garantiert keinen Meistertitel, macht ihn aber aufgrund fehlender Doppelbelastung wahrscheinlicher. Zumal es wie die letzten 2 Jahre auch dieses Jahr nie wieder so einfach wird, Meister zu werden. Die einzige Konkurrenz dieses Jahr ist Man City. Außer die wilde Zausel-Bande aus dem Vorort von Everton bekommt jetzt einen Höhenflug.

Apropos Spursday. Sonntag steht das North London Derby an. Zeit, um die Leistung vom Mittwoch grade zu rücken. Wird nicht einfacher mit der Verletztenliste, aber zum Glück durften sich auch die Nachbarn am Donnerstagabend noch eine Runde quälen. Wir spielen zu Hause, die Spurs sind nicht die Bauern und jeder sollte wissen, worum es in diesem Spiel geht. Zeit, den Zauberstab wegzupacken und die Sense rauszuholen.

Ach eins noch zum Schluss: Ein Stück weit kann man die Bauern ob ihrer sportlichen Leistungen beneiden. Es ist auch überragend wie man No-Names wie Douglas Costa oder Kingley Coman für relativ überschaubares Geld verpflichtet, die dann mal kurz einen Vidal oder Robben auf die Bank schicken. Das nötigt selbst mir als Bayern-Hasser Respekt ab. Aber eins ging die letzten Jahre nicht, ging am Mittwoch nicht und wird in Zukunft auch nicht gehen: dieses versnobte, erfolgsverwöhnte, arrogante Theaterpublikum auf den Rängen der Arroganz-Arena. Ich behaupte ja nicht, dass im Emirates ständig die Hölle los ist, aber diese teils minutenlange Stille auf den Rängen (inklusive Schickeria) beim Stand von 4:0…ich find‘s erbärmlich. Die „Super-Bauern“ und „Europa-Pokalsieger“ stehen in München auf dem Platz und nur auf dem Platz, die Champions-League auf den Rängen findet in Dortmund, Schalke, auf St. Pauli oder in Dresden statt.

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So macht man gute Miene zum guten Spiel.

Sowohl Le Bob als auch Santi haben später beteuert, daß sie keine Ahnung hatten, was für ein Schild ihnen diese wohlinformierte Fußballexpertin da für´s Foto hingehalten hat … naja, was sagt man nicht alles für die Medien …

Ganz nebenbei ist 2015 20-jähriges Jubiläum: 1994/95 war die letzte Saison, in der die Spuds das letzte Mal vor Arsenal in der Tabelle landeten (die 7., wir 12. – ja, so etwas gab es vor Wenger)

 

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Paddy Power haben schon ein paar lustige Jungs in ihrer Social Media-Abteilung sitzen. So ging der Tweet nachdem zwischenzeitlichen 1:0 von Tottenham B (Hull City) raus.

Dass die Schattenmänner das Spiel am Ende mit 2:1 gewannen, macht den Tweet nicht weniger witzig. Well done, Paddy Power.

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Wahnsinnsspiel gestern. Da stürmen wir ein ums andere Mal eine Abwehr, die in der Regel nicht mal gegen das Twelve Pins Sunday Pub Team bestehen würde und sind dennoch zu unfähig, den Ball an de Gea vorbei zu bugsieren. Gut – de Gea gehört zu den Besten seiner Zunft. Wenn ich jedoch beständig in die Mitte des Tores schieße, wo de Gea es sich schon auf einem Klappstuhl bequem gemacht hat, brauche ich mich nicht zu wundern, dass das Ding nicht rein geht. „Wenn Du nicht weißt, wohin mit dem Ball – schieß ihn einfach ins Tor“, sagte schon Vereinslegende Karl-Heinz Mohr zu seinen Kreisklasse-C-TV Haßloch-Bambinis. Bester Rat, den man einem werdenden Fussballer geben kann. Warum Jack Wilshere das gestern komplett vergessen zu haben schien, weiß der Gazza von Islington alleine.

Danach musste er sich noch – Kopf voraus – Marouane Fellaini an die Brust werfen, doch der blieb davon gänzlich unbeeindruckt, was ihm hoch anzurechnen ist (andere hätten da den sterbenden Schwan imitiert). Nun freuen wir uns alle über ein wenig Feuer, wenn es gegen die Mancs geht. Ein Keown-Moment, etwas Rumgeschubse, Pizza-Attacken. Aber doch nicht in der ersten Halbzeit, wo es noch um Alles geht. Bisschen mehr Besonnenheit wäre wünschenswert, Herr Wilshere. Jack ist halt so der „Bad Motherfucker“ auf einem Meter-Nichts, der ziemlich dicke Klöten hat, die aber immer im falschen Moment auf den Tisch haut. Bräuchte mal ein Paar Schellen von Baba Tony Adams.

Und sonst so? The Ox war überragend, agil und ziemlich überall zu finden. Arteta hat ein super Spiel geliefert (you see that, haters?). Chambers hat ebenfalls mit viel Offensivdrang überzeugt. Und dann war da noch dieser Ladies Love Cool O.G., der das AFC-Tor der bisherigen Saison erzielte. Ansatzlos. Zur Seite mit Euch.

Jetzt wird – wie üblich – wieder nach AW’s Kopf geschrien. Die Rot-Weiße-Gemeinde auf Twitter und anderen intimen Social Media Kanälen zerbeißt sich mit Genuss im virtuellen Raum die Kehlen. Den Besonneneren dürfte das fremd sein. Eigentlich muss es in Halbzeit Eins 3-4:0 für uns stehen uns dann ist das Ding durch. Dann demütigt man diese Kick-Rush-Ästhetiker aus Nord-West-England mit 6-7:0 und schaukelt sich bis Mittwoch genüsslich die viel zu großen Cojones. Aber nein: „We’re playing football the Arsenal way“. Zack – 0:1, bum – 0:2. Wenn di Maria’s Kopf so schnell wie seine Beine wäre, steht es am Ende 0:3. War er glücklicherweise nicht, so dass wir dem Giroud’ischen Meisterstück beiwohnen konnten.

Schön auch, wenn man das mit fu**ing John Lennon-Lookalike und Yoko Ono-Manc-Schnepfe im ansonsten 5zu1 von Gooners-gefluttetem Berliner-Pub sehen muss. Disgraceful.

Ein Ausblick: Wir gehen gegen Dortmund zu Hause ebenfalls unter und verspielen dann gegen Istanbul die K.O.-Phase. Im Endeffekt spielen wir donnerstags auf Spuds…äh… ITV um eben gegen diese Scummers nördlich der Seven Sisters Road im Finale einen weiteren Paris-Moment zu erleben. Wird natürlich so nicht passieren. Am Mittwoch werden die Hummeln aus Lüdenscheid-Nord quer übers Emirates-Spielfeld gejagt und mit 1:3 nach Hause geschickt.

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