Kaum verliert Arsenal nach 22 Spielen mal wieder, geht auch gleich das Gemotze und Gepöbel wieder los. Scheint ja einigen gefehlt zu haben. Und manche leben ihren blanken Hass auf einzelne Spieler (Özil natürlich) völlig ungeniert aus – ganz egal, dass der immer noch im eigenen Team und für den eigenen Verein spielt, den man ja eigentlich vorgibt, zu suppporten. Meine Fresse, ey …

Seit dem letzten NLD, wo Arsenal die vorlauten Spacken gut im Griff gehabt hat, lagen wir danach punktgleich mit denen, jetzt sind wir wieder fünf Punkte hinter. Das lag zum einen an etwas Spielglück und einfachen Gegnern (Soton war da vor einer Woche völlig willenlos, jetzt hatte das deutlich mehr Qualität), vor allem aber auch daran, dass sie in der Lage sind, nicht gegen sich selbst zu spielen. Arsenal hingegen kann das nicht sein lassen und sieht dabei gerade zuletzt nicht gut aus.

Sonntag hat Emery das Spiel schlicht vercoacht: er hätte Monreal nach innen und M.-N. nach links setzen müssen und v.a. Xhaka im Mittelfeld belassen sollen, da ganz offensichtlich ohne ihn dort der wichtigste Mann für den Spielaufbau fehlte. Torreira und Guendouzzi waren damit leider überfordert. Das hat Soton gemerkt und entsprechend die eigene Mitte massiert. Vor allem aber hat unser Mittelfeld überhaupt keinen Zugriff bekommen und ist v.a. kaum in die Zwiekämpfe gekommen bzw. hat die anderen lustig am Ball machen lassen, dass die auch immer schön in Ruhe flanken können, selbst Long, der noch nie ne Flanke hingekriegt hat, hat Platz und Zeit ohne Ende. Und die Idee, Özil zu bringen, um vorne jemand mit prickelnden Ideen und Pässen zu haben, ist ja schön, aber Soton hat als Reaktion einfach 15m oder so höher verteidigt, so das Mittelfeld dichtgemacht, wo wir dann nicht durchgekommen sind, da ja Spielaufbau per Passpiel angesagt ist und lange Bälle verboten sind. So kam fast gar nix mehr nach vorne. Bemerkenswert im übrigen: Soton hat das alles mit großem Kampf, aber ohne Härte und Hinterfotzigkeiten gemacht. Anschauungsunterricht, wie Arsenal beizukommen ist. Leider …

T´ham hat sich wieder eingegroovt nach dem Derby und sicher Bock auf Revanche. Bei Arsenal haben irritierenderweise viele Fans Bock auf ne Niederlage – ist ja eh nur Pokal und der vierte Platz in der Liga wäre wichtiger .. zusätzliche Cupspiele nächstes Jahr würden da nur stören. Gut, subjektiv wär mir ein Pokalsieg wichtiger als ne CL-Teilnahme (A Cup is a Cup!), aber das bin wohl nur ich, allerdings ist meine These: den League Cup gewinnst du im Winter, also Mitte der Saison, danach gibt es noch massig Ligaspiele und was gibt es besseres als diese mit dem Rückenwind und dem Selbstvertrauen nach dem Titelgewinn anzugehen? ganz abgesehen davon hätten Emery und das ´neue´ Arsenal die Frage nach Titeln schon nach nem halben Jahr klargestellt.

Das wichtigste aber: es geht gegen die Spuds – da ist verlieren schlicht keine Option, auch nicht nach Elferschiessen (weil, wäre ja Unentschieden offiziell …)!

Rausgehen, Warmmachen, Weghauen, Fertig!

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4 Kommentare
  1. methuwesalem
    methuwesalem sagte:

    Moin,

    ich möchte hier eins klar festhalten: „Und manche leben ihren blanken Hass auf einzelne Spieler (Özil natürlich) völlig ungeniert aus – ganz egal, dass der immer noch im eigenen Team und für den eigenen Verein spielt, den man ja eigentlich vorgibt, zu suppporten. Meine Fresse, ey …“ (kopiert aus dem Artikel von oben) halte ich für ziemlich deplatziert. Erstens hat seine eigne Meinung und Zweitens bist auch Du lieber Jens ein heftiger Kritiker einzelner Spieler, des Trainers oder der Vereinsführung gewesen, insofern betrachte ich das Vorherige aus dem Artikel als Glashausaussage! Ich stehe hinter dem Verein und bin sogar gerade dabei etwas für Arsenal in Deutschland auf die Beine zu stellen, aber das ist und bleibt spielerunabhängig. Und ich hätte Ramsey eingewechselt und NICHT Özil. Ich bin übrigens auch kein „Freund“ von Mustafi….

    VCC und auf einen Sieg gegen die Unaussprechlichen

  2. pvg
    pvg sagte:

    Jens meint mit Sicherheit nicht Kritik an Spielern ider dass man den einen oder eben den anderen besser findet. Es geht um den Hass, der gerade Özil immer mal wieder aus den vermeintlich eigenen Reihen entgegenschlägt. Erinnert mich zuweilen stark an die Stimmung gegen Wenger in seinen letzten beiden Jahren.

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