Ein Bericht von StP / Bilder von Speimanes.

Der Ursprung liegt in der Idee eines Einzelnen, der seine Leidenschaft, Faszination und Liebe als Fan der GUNNERS in Deutschland auf einer eigenen Homepage bündelte, um in diesem Land Gleichgesinnte zu finden.

Das alles begab sich zu einer Zeit, als viele ihr Interesse auf Mannschaften wie den FC Liverpool (Beatlesfans, oder was?) oder ManU (gääähn!!!! zur Zeit seh ich immer weniger Trikots von denen auf den Straßen. Warum wohl? ) lenkten, aber Arsenal? Die spielten nicht in der Champions League und auch sonst gab`s nix zu berichten, außer einem eher zweifelhaften Auftritt im UEFA-Cup gegen Gladbach.

Trotzdem entstand wenig später diese legendäre Homepage und innerhalb kürzester Zeit „trafen“ sich dort die Anhänger verschiedenster deutscher Vereine friedlich unter der Flagge des EINZIG WAHREN Londoner Fußballclubs.

Natürlich war schnell die Idee geboren, einen Fan-Club ins Leben zu rufen. Nur stellte die Umsetzung ein logistisches Problem dar. Schließlich waren und sind wir ein weitverstreuter Haufen, der sich von Frankfurt/Oder über Bochum, Köln, dem Saarland, Hamburg, Jena, Leipzig, Dresden, Döbeln, Düsseldorf, Berlin (Ost und West), Aue und was weiß ich noch wo erstreckt. All diese Leute unter einen Hut zu kriegen, erschien fast unmöglich.

Aber manchmal geschehen eben Wunder. Und unseres geschah am 30.10.2002. Anfangs waren es die üblichen Verdächtigen (neun an der Zahl), die sich im „Haus Rietkötter“ in Bochum versammelten. Trotz [Oder wegen? PVG] im Vorfeld selbst auferlegten Alkoholverbots während der Gründungsmodalitäten sah die erste Bestellung wie folgt aus: 8 Pils und 1 Cola.

Unser „BerlinGunner“ verteilte den von ihm ausgearbeiteten Satzungsentwurf [Ehre, wem selbige gebührt: Dank geht auch an die German Reds, deren Satzung uns als Vorlage diente. PVG], der nun Punkt für Punkt verabschiedet werden sollte. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde uns bewusst, dass das Zeitlimit von vier Stunden für die Gründung unseres Clubs nicht zu großzügig berechnet war.

Wichtige Zusätze wie:
– die Nichtaufnahme britischer Militärangehöriger (“ … fucking Kriegsgeile Arschlöcher!“)
– der Passus: “ … the Lane nur im Awayblock mit Arsenal zu betreten“
– die eidesstattliche Versicherung “ T*ttenham lebenslang zu hassen“
– die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses als Bedingung für die Mitgliedschaft
wurden lang und breit, und äußerst amüsant erörtert, fanden letztendlich aber doch keine Berücksichtigung.

Wir bissen uns also an Dingen fest, die interessanterweise den meisten der Anwesenden als normal und nicht diskussionswürdig erschienen. Probleme wie Mitgliedsbeitrag oder MV, von denen wir erwarteten, dass sie mehr Zeit erfordern würden, wurden im Handumdrehen verabschiedet.

Höchst begeistert lauschten wir Trevors Vortrag, der uns äußerst informative und detaillierte Einblicke in die Strukturen des „Berlin Cricket Club – The Refugees ( wohl eher „Trevugees“ :o) )“ gewährte, so daß einige sich kurzzeitig wünschten, Arsenal hätte eine Cricketabteilung. Es war nicht leicht, da wieder zur Tagesordnung übergehen zu können.

Diese wurde nun durch die verbalen und zugegebenermaßen doch recht sinnfreien Ergüsse eines arg neben sich stehenden Liverpool Supporters gestört, den …sten uns dankenswerterweise zugemutet hatte. Nach dem Trevor ihm in seiner liebeswerten Art einen Tisch vor der Tür anbot, war auch diese Störung beseitigt.

Mittlerweile hatten sich immer mehr „Gooners“ eingefunden, was den Lautstärkepegel in einem Maße ansteigen ließ, daß man sein eigenes Wort kaum noch verstand. Mit Mühe schafften wir es dann doch noch, den letzten Punkt der Satzung zu verabschieden. Und um 18:02 Uhr gab PVG mit etwas entnervter [Was ich ausdrücklich bestreite. PVG], aber doch feierlicher Stimme die Gründung des „ARSENAL SUPPORTERS CLUB – GERMAN GOONERS“ bekannt.

Nun ging`s wirklich fix. Als Vorstandsvorsitzender („El Presidente“) wurde Carsten gewählt. Ihm folgten Trevor als Kassenprüfer („KassenTrev“) und Markus als Schriftführer („Writin`Maxxe“) in den Vorstand. Die Prüfung der Kasse ging mit Stefan und Stefan fest in Paulianerhände. Nach einer kurzen, zackigen Ansprache unseres Präsis, die mit den Worten: “ … up the Gunners!“ endete, war es vollbracht.

Erleichtert und voller Stolz konnten sich nun neunzehn frischgebackene Gründungsmitglieder auf den Weg nach Dortmund machen, wo wir den Majas mit 1:2 unterlagen. Aber das ist eine andere Geschichte …

…. und Jena!!!

 

Wir stehen in regelmäßigem Kontakt zum Verein und sind als d e r offizielle deutsche Supporters Club anerkannt. Nebenstehender Schnipsel ist dem Arsenal-Programmheft vom Champions League Heimspiel gegen Valencia (10.12.2002) entnommen.

Der Reisebericht einer Gruppe German Gooners vom Champions League Match in Vigo in der Saison 2003/2004 wurde im offiziellen Programm zum Rückspiel veröffentlicht (siehe hier).

Und in den Kicker haben wir es auch schon geschafft: