„Take care of the values of the club“ 2.5/5 (2)

Arsenal gewinnt heute in Bournemouth und schafft damit die Voraussetzung, am nächsten Sonntag das Team dieses ahnungs- und hemmungslos erfolglosen argentinischen Trainers in der Tabelle zu überholen. Dann ist NLD und den komischen Hühnerfarmern wird mal wieder gezeigt, wo der Hammer hängt.

Vorher aber ein Wort zu unserem Club: das stolze Arsenal, ein Verein, der immer schon sehr viel Wert auf seine Klasse, auf Stil („The Arsenal Way“) und eben seine Werte gelegt hat (remember AW: „Take care of the values of the club“). Dieser Verein schafft es nach wie vor nicht (im Gegensatz zu Chelsea z.B.), seinen ´niederen´ Angestellten/Arbeitern/Aushilfen die sog. „London Living Wage“ zu zahlen (liegt bei 10,55 GBP im Vergleich zu 9,00 UK-weit – Lebensunterhalt in London ist halt deutlich teurer als im Rest des Landes), hält es aber für angebracht, einem scheidenden Premier League Funktionär (Richard Scudamore) als Teil eines extraORDINÄREN 5-Millionen-Abschiedsgeschenks 250.000 Pfund aus der eigenen Kasse beizusteuern. Warum? er hätte in seinen 19 Jahren als Chef der PL ja so gute Arbeit geleistet, den Wert der Liga gesteigert und den Clubs mithin mehr Geld eingebracht. Gut, irgendwer muss das von Clubs und Spielern auf dem Platz erreichte auch in Verhandlungen mit TV-Gesellschaften etc. umsetzen und so mehr Kohle reinholen (für die Clubs – Fans werden dagegen so richtig zur Kasse gebeten), aber für diesen Job hat er in allen seinen 19 Jahren auch schon jeweils fette Millionenboni (2018 z.B. 1,6 Mio.) erhalten – neben seinem entsprechenden Grundgehalt versteht sich. Jetzt ist der Vogel 59 Jahre alt, geht in ´Rente´ und kriegt noch nen extra goldenen Handschlag hinterher. Damit er der PL und den Clubs als Berater erhalten bleibt. Also, fear not, wenn Arsenal demnächst mal eine Expertise dazu braucht, wie man seine Fans am besten verarscht, können sie sich weiter vertrauensvoll an Scudamore richten.

Vielleicht hält das jetzt mancher für schnöden Sozialneid, aber der/die hat dann eben nix verstanden. Klar kann man argumentieren, dass wir ja 2018 haben und da läuft das eben so, gerade im Fussball und dort sind 250K ´in the grand scheme of things´ ja nur Peanuts – aber es zeigt wieder einmal sehr drastisch, wie weit sich die verantwortlichen Stellen von der Basis entfernt haben bzw. wie sehr ihnen diese egal ist. Fussball 2018 eben ….

 

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2 Kommentare
  1. methuwesalem
    methuwesalem sagte:

    Moin,

    vor langer Zeit hatte ich mal darüber geschrieben, dass wir es uns ja leisten können z.B. Punktprämien in der CL durch B-Mannschaften zu verschenken. Ich bin mir sicher, dass der Verein genügend Geld hätte, um ein solches Mindestgehalt zu bezahlen, aber um wieviele Arbeitsstunden geht es? 1.000, 10.000 oder 100.000 (was ja dann nicht mal einen Wochenlohn eines Spielers ausmachen würde….)? Und wie bezahlt der Verein seine „normalen“ Angestellten?

    VCC

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