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Jedes Jahr zwischen Januar und März, wenn es sehr schief läuft auch im April, also immer dann ,wenn Arsenal mal wieder droht den Anschluss an die Top 4 zu verlieren, steigt ein ganz bestimmter Tscheche wie ein Phönix aus der Asche. Für 2-3 Monate wird dann eines der größten Ex-Talente Europas zu Ronaldinho und verzaubert jeden mit No-look-passes, Übersteigern, genialen Pässen und unglaublichen Volleys. Aber wieso hat Tomas Rosicky diese Form noch nie über Monate oder sogar Jahre gehalten?

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Schon mit 8 Jahren ist Rosicky von einem kleinen Klub in Prag zu Sparta Prag gewechselt. Er kam dort schnell ins erste Team und gewann 2 Meisterschaften. Durch sehr gute Leistungen lockte er die größeren erosicky2uropäischen Klubs an und wechselte im Januar 2001 für damals enorme 15 Millionen Euro zum BVB. Er avancierte sofort zum Leistungsträger und gewann die deutsche Meisterschaft und stand im UEFA-Cup Finale auf dem Platz. Da der BVB in finanzielle und sportliche Probleme geriet, mussten die Stars verkauft werden. Trotz Interesse von Chelsea verpflichtete Arsenal Rosicky im Sommer 2006 für 10 Millionen Euro. Dann fing alles an, schief zu gehen. Nach einer durchwachsenen ersten Saison verletzte sich Rosicky und fiel für fast ein Jahr aus, was ihn auch die EM 2008 kostete. Durch seine Verletzung wirkte er auch in der Saison 2009/2010 nicht wirklich mit. Sein Tiefpunkt war die Saison 2012/2013, als Rosicky wettbewerbsübergreifend nur auf 16 Einsätze kam. Seitdem konnte er sich durch die Ankunft von Cazorla und Özil nie wirklich einen Startplatz erspielen, auch wenn er immer wieder mal in die Mannschaft durchbrach. Zu diesen Gelegenheiten spielte der „kleine Mozart“ dann wie befreit und schoss Tore, die noch für Monate auf Twitter und Vine kursieren würden. Er war es, der den Sieg gegen die Spurs im FA Cup sicherte und Arsenal den Weg ins Finale ebnete. Doch mit 34 (er ist, kaum zu glauben, der älteste Spieler des Klubs) ist er nicht mehr so frisch und ausdauernd wie früher, noch dazu ist die Premier League sehr körperbetont und Rosicky ist vieles, aber nicht der große Bruder von Hulk.

Was wäre gewesen, wenn Rosicky nicht so sehr vom Verletzungspech verfolgt worden wäre? Das kann niemand mit Klarheit sagen, aber man kann vergleichen: Theo Walcott ist ein halbes Jahr vor Rosicky zu den Gunners gewechselt und hat von allen Spielern im ersten Team am öftesten gespielt. Walcott ist, wenn fit, einer der besten Rechtsaußen der Liga und in Englands Nationalteam definitiv gesetzt. Beide werden von den Fans geliebt, Rosicky ist mit seiner Liebe zum Rock und seinen regelmäßigen Auftritten in der Arsenal-Band zur Identifikationsfigur geworden. Ohne sein Pech wäre Rosicky vermutlich eine der Legenden des Vereins, aber so wie es jetzt aussieht wird er wohl nur eine Randnote bleiben, wenn auch eine sympathische und ab und zu geniale.

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Nachdem wir letzte Woche mit dem Jenenser in Erinnerungen zwischen Fuwo, Michael Thomas und Highbury geschwelgt haben, erzählt uns diese Woche unser Kassenwart Carsten die Geschichte, wie er sein Herz an den AFC verloren hat. Von den Rothosen folgte eine langjährige Fussballabstinenz bevor er hemmungslos dem AFC verfallen sollte. Man kann Carsten übrigens so ziemlich jeden zweiten Spieltag im Emirates oder bei Away-Spielen antreffen. Sein Plan in diesem Jahr beinhaltet noch Stoke (H), Liverpool (A), QPR (H) und West Ham (A).

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Geschrieben von Carsten Bielfeldt (berlin_gooner)


 

Why Arsenal?

Arsenal ist für mich definitiv eine späte Liebe. Aufwachsend im Hamburger Randgebiet in Südholstein gab es für uns „Jungspunde“ in den frühen 70er Jahren, lange bevor es in der linken Szene hipp wurde St. Pauli zu unterstützen (St. Pauli „Old Schooler“ natürlich ausgenommen), nur den schwarz-weiß-blauen Traditionsverein mit der Raute und seinem aus heutiger Sicht unwirtlichen Volksparkstadion.

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Diese erste Liebe endete ca. 1978, als der Stadionfußball zunehmend von Hooligangruppen und ihrer Freude an Gewalt gegenüber rivalisierenden Fangruppen geprägt wurde. Andere Dinge wurden wichtig, kurzum: es folgte eine stadionfußballlose Zeit, die erst 2000 endete, als ich mit einem dänischen Freund, der schon seit den 80er Jahren Fan von QPR war, regelmäßig nach England fuhr, um deren Spiele zu sehen. Damit war die Begeisterung für den englischen Fußball geweckt, vor allem für den spontanen Support in den Stadien ohne die bei uns vorherrschende oft stereotype Ultra-dominierte Stadionkultur. Allein: der Funke sprang, QPR betreffend, nie über.

2005 las ich dann erstmals „Fever Pitch“ von Nick Hornby und dachte, was muss das für ein geiler Club sein, der Fans hat, die so über Fußball schreiben können? In der Saison 2005/2006 verfolgte ich dann Arsenals Saison in der Champions League erstmals intensiv. Das verlorene Finale in Paris ließ ein starkes emotionales Band zum AFC entstehen. Warum? Starke Gefühle im Fußball entstehen doch oft durch große Siege oder große Niederlagen. So war das jedenfalls bei mir. Dies war eine große Niederlage, was keiner näheren Erklärung bedarf. Und zum Erfolgsfan habe ich noch nie getaugt (siehe meine erste Liebe: die große Zeit des Vereins mit der Raute fand ab 1979 ohne mich statt).

Carsten Mein Erstes Mal

Es dauerte noch bis zur Saison 2008/2009, bis ich ein Spiel des AFC im Stadion verfolgen konnte. Im Sommer 2008 hatte ich mich für die neue Saison mit einer Red Membership Card ausgestattet und zugleich den festen Vorsatz gefasst, in diesem Jahr zumindest zu einem Spiel des AFC zu fahren. Bis zum Spätherbst fand sich keine Gelegenheit. Die letzte Chance würde unser Ligaspiel am 13. Dezember in Middlesbrough sein. Sollte ich mir das antun? Ich tat es, buchte einen Flug nach East Midlands, machte mit dem Mietwagen einen Zwischenstopp in einem B&B in Thirsk (North Yorkshire), um am folgenden Samstag im Riverside Stadium einen midday kick off um 12:45 h zu erreichen. Die Witterungsbedingungen am Spieltag: 5 Grad Celsius und Eisregen. Das Spiel und der Support waren unter diesen Umständen ganz ordentlich, obwohl ein übermotivierter weiblicher Steward uns permanent nötigte, sich auf die nassen Sitzschalen zu setzen, was wir, so gut es ging, ignorierten. Adebayor brachte uns  früh in Führung, doch der Ausgleich fiel ebenso schnell. Dabei blieb es. Spektakulär geht anders.

                              Carsten Mein erstes Mal 2

Und dennoch: die Leidenschaft war da und wurde in der Folgezeit noch stärker. Warum? Darum! 2012 kam dann für mich mit unserem Supporters Club Arsenal Germany ein Netzwerk mit Gleichgesinnten hinzu, seit der Saison 2013/2014 die ersten stabilen Kontakte zur englischen Fanszene des AFC. Da sind inzwischen sogar Freundschaften entstanden. Trotz mancher Erscheinungsformen des „modernen“ Fußballs, die auch an Arsenal nicht vorbei gegangen sind: einfach ein großartiger Traditionsclub. Ich bedauere nur, nicht schon früher Teil davon geworden zu sein.

 

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Blutleer. Dieses Adjektiv traf wie die Faust auf’s Auge auf die Performance im Hinspiel im Signal-Iduna-Park. Dortmund hatte uns an dem Abend gezeigt, wie man auf keinen Fall gegen diese Truppe auftreten sollte. Mit gefühlten 85% Ballbesitz wurden wir tatsächlich vorgeführt und waren mit dem 0:2 noch gut bedient. Es schallte Kritik aus allen Ecken. Der BVB wurde zum Mass der Dinge erklärt. Wir versanken kurzzeitig im Selbstmitleid. Auf der Arbeit wurde man von schwarz-gelben Hipsterfans – die Julio Cesar für einen Erwachsenenfilmschauspieler halten – verhöhnt.

Gestern allerdings knüpften wir glücklicherweise da an, wo wir gegen die Mancs in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Vor dem Spiel kam es beinahe zu einem #WengerOut-Meltdown als die Aufstellung bekannt gegeben wurde und Sanogo den Vorzug vor Podolski erhielt. Das Wenger mit dieser Entscheidung recht behalten sollte, wurde alsbald ersichtlich. 90 Sekunden standen auf der Uhr, da hatte Yaya bereits das 1:0 erzielt. Der ein oder andere schrie: „Abseits“ doch uns sollte das wenig kümmern. Hat es ein Spieler verdient, in einem derart prestigeprächtigen Duell das Führungstor zu erzielen, so war es definitiv der durchweg sympathische Mann aus Frankreich. Unsere 3.Wahl im Mittelsturm wohlgemerkt. Bis dato in offiziellen Spielen torlos. Und dann diese Vorarbeit und der saubere Tunnler:  Sanogo 1:0

Einzelne Spieler hervorzuheben erscheint schwierig aber was Mikel Arteta gestern wieder für eine großartige Leistung – wie Samstag gegen die Mancs – abgerufen hat, sollte nicht unerwähnt bleiben. Umso mehr schmerzt die nun wohl doch längere Zwangsruhepause. Ebenso Sanogo’s Ausfall (Hamstring). Demnach war Arsene im Post-Match-Interview auch sichtlich geknickt.

Das soll uns aber erstmal nicht von dieser überragenden Leistung ablenken. Dortmund’s Außen- und Innenverteidiger, die seit Jahren auf internationalem Niveau spielen, wurden von der Offensivachse rund um The Ox, Cazorla, Alexis, Chambers und Gibbs derart nass gemacht, dass die Regenzeit in den Tropen dagegen zu einem milden Nieselregen verkommt. Da wollte man sich ja fast schon fremd schämen. Martinez, bei dem man seit dessen Performance beim 7:5 gegen Reading immer ein leicht mulmiges Gefühl im Magen hat, war enorm stark zwischen den Pfosten und offenbarte keinerlei Schwächen. Die Abwehr war selten so stabil anzutreffen in dieser Saison, weshalb am Ende logischerweise eine „0“ stehenblieb.

Alexis aka El Maquina bedarf keinerlei Worte mehr. Einfach zuschauen und mit der Zunge schnalzen (Henry hat übrigens schon rechtliche Schritte wegen Copyright-Verletzung eingeleitet): Alexis 2 : 0

So war es ein wahres Fussballfest, was sich uns gestern darbot. Und das ohne Jack, Mesut, Koscielny, Debuchy, Theo, HFB und Welbz. Dann soll man bei Dortmund bitte mal über Verletzungen meckern. Gefeiert wurden in vielen Orten der Republik gebührend, wie anhängend ersichtlich:

Arsenal Germany Sektion Berlin

Arsenal Germany Sektion Berlin

Hoffentlich bringt uns das den erhofften Aufschwung, denn Samstag müssen wir bereits wieder in Westbrom antreten. Das wird kein Zuckerschlecken. Egal: Lasst uns den Tag heute gemütlich zelebrieren und schmiert Euren Hipster-Dortmund-Fans schön diese überlege AFC-Performance unter die Nase. RED ARMY!

(PS 1/8-Finale – wir kommen! Oder wie LuLu es so schön sagte: „UCL over !“)


In puncto Öffentlichkeitsarbeit war die Woche für uns sehr erfolgreich. Zuerst wurden wir Sonntag bei Barclays Football, der offiziellen Seite der Premier League, gefeatured und gestern kam die Adelung vom AFC höchstpersönlich (mitsamt Foto & Interview).

AFC GER auf Barclays Football

AFC GER auf Barclays Football

Arsenal Germany auf Barclays Football (Facebook)

Arsenal Germany auf Arsenal.com

Arsenal Germany auf Arsenal.com

Ganzes Feature / Interview auf Arsenal.com

Als Bonus gibt es noch unser wundervolles Gesangesvideo nach dem diesjährigen FA-Cup-Sieg anlässlich unserer Mitgliederversammlung im Hamburg (via ArsenalFanTV):

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Heute geht es um die Worscht. Zwei Teams, die momentan jenseits ihres Leistungspotenzials spielen, tragen den Gruppensieg in deren CL-Gruppe aus. Dortmund steht bekanntlich besser da und kann mit einem Unentschieden bereits alles klar machen. Wir bräuchten eigentlich einen Sieg um nicht noch in 2 Wochen in Istanbul zittern zu müssen.

DB10 wird später noch einen erweiterten Spielbericht einreichen. Ich lasse nochmals ein paar Fotos da von unseren Gruppentreffen 2011 und 2013 in Dortmund. COYG!

Mehr Fotos von 2013 findet ihr hier

AFC vs BVB 2011

Kleine Auswahl der German Gooners von 2011

Stadion AFC Block

Ergebnis 2013

Die Fahne im Block 2013

Die Fahne im Block 2013

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Welch schöne Nachricht erreicht uns am heutigen Tage:
Lolo ist zurück auf dem Platz und wird morgen gegen den BVB wieder im Kader sein.

Daneben kam es allerdings zu einer kleinen Hiobsbotschaft:
Olivier Giroud ist nicht im Kader für die CL-Gruppenphase, da man bei Arsenal nicht damit gerechnet hatte, dass er vor Januar 2015 wieder einsatzfähig sein würde. Demnach ruhen die Sturmhoffnungen am morgigen Abend wieder auf Welbz‘ Schultern.

Wir bleiben gespannt.

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