2020 wird ein gutes Jahr – auch und gerade für Arsenal!

Abgesehen davon, dass die nächste Saison der Hammer wird, geht auch in der laufenden Saison noch der Punk ab, denn wir haben ja die Pokalwettbewerbe: zum einen wird Arsenal wieder das EL-Finale erreichen, denn das machen wir einfach so alle 20 Jahre (1980 gegen Valencia, 2000 gegen Galatasaray) und zur Abwechslung werden wir das Ding auch gewinnen. Zum anderen wird Arsenal ja seit den 1930ern als ´Big Club´angesehen, vor allem auch durch unsere Leistungen im FA-Cup – dort sind wir Rekordsieger und haben auch die meisten Final- und Halbfinalteilnahmen. Das ist irgendwie unser Ding. Und startet für Arsenal erst am kommenden Montag (mal wieder gegen Leeds United). Da geht was …

Gut, dann ist da natürlich noch die Liga – läuft zur Zeit ähnlich wie bei Dortmund in der letzten Saison von Klopp: „Haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss ..“. Jetzt hat sich auch noch Chambers die Kreuzbänder zerballert. Erst hatten se kein Glück, dann kam auch noch Pech hinzu … undsoweiter. Platz 12 ist natürlich für viele mindestens gewöhnungsbedürftig, gelinde gesagt. Ich für meinen Teil habe Arsenal so kennengelernt: gutes Pokalteam, in der Liga aber Mittelmaß. Insofern ganz normal – für mich. Fußball ist halt gerne zyklisch, auch und gerade bei Arsenal. Ein Blick in die Historie weist aus, dass Arsenal nur in den 1930ern und in der Wenger-Ära konstante Topplatzierungen hatte, sonst sah es so aus wie zuletzt mit vereinzelten Ausreissern nach oben. Anders aber als Chelsea, City, die Hühner oder auch ManU ist Arsenal aber seit 100 Jahren erstklassig und auch deswegen Zweiter in der ewigen Tabelle (hinter Liverpool), weil sie halt immer dabei waren. Everton z.B. ist Dritter – auch immer dabei. Wer nun aber erst seit den Wenger-Jahren dabei ist (oder deswegen zum Club gekommen ist), ist ob der Entwicklung der letzten Jahre natürlich nachhaltig irritiert. Zur Zeit büßen wir heftig für schlechtes Management (lange Geschichte, angefangen bei David Dein bis zur Fehlbesetzung Gazidis) und eben auch für die falsche Entscheidung vom Sommer letzten Jahres – die Wahl von Emery hat den Verein nochmal krass zurückgeworfen. Der Fehler ist aber begradigt, wir haben jetzt einen richtigen Trainer, der auch noch einen Plan hat (wie scheinbar auch der Club – mehr dazu sieht man im anleufenden Transferfenster) – und ausweislich der ersten beiden Spiele auch in der Lage ist, diesen umzusetzen.

Es war doch enorm spannend zu sehen, wie Arteta dieses Team, dass mitunter völlig verkorkst über den Platz geeiert ist, plötzlich sehr strukturiert zum Laufen gekriegt hat. Das sah nicht nur nach Fußball aus, sondern auch wie Arsenal in besseren Jahren. Es hilft logischerweise nicht, wenn man das nicht in Ergebnisse ummünzen kann, aber man sieht sehr schnell, was Arteta will und auch, dass die Mannschaft willens ist, es auch umzusetzen. Das verspricht, sehr spannend zu werden in der nächsten Zeit!

Heute also gleich mal ManU – gegen die haben wir auch schon oft grosse Spiele geliefert und denen reicht dann trotzdem De Gea und/oder ein Killerkonter, um uns abzukochen. Heute auch? nein, verdammt nochmal: bischen Matchglück können wir ja wohl auch mal haben und überhaupt werden wir einen überzeugenden Auftritt sehen, der uns auch ergebnistechnisch mitnimmt und begeistert. So!

Arsenal Germany wünscht euch allen ein grossartiges 2020 und unser Team wird für einen coolen Start sorgen!

Get In!

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Arsenal Germany wünscht euch allen schöne und entspannte Feiertage … und uns allen einen Auswärtssieg am Boxing Day.

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“The direction’s going to be very clear and it’s not going to be negotiable. I will need the players to be on board with the right attitude, with the right passion and commitment. Step by step, we will be improving and reaching to find the right identity for us.”

Wer gestern noch nicht die Interviews oder PK´s mit ihm gesehen oder gelesen hat, sollte das zumindest ansatzweise nachholen: das war ganz ernsthaft ziemlich begeisternd – er hat klar umrissen, wie er sich die Zusammenarbeit (mit allen) vorstellt, welche Spielweise ihm vorschwebt und wie er Arsenal wieder in Gang bekommen will. Gut, „schön schnacken“ können viele, entscheidend ist auf´m Platz und so, aber er gibt sehr überzeugend eine klare Linie vor und wirkt mehr denn je wie jemand, der genau hier hingehört. Letztes Jahr wäre er schon der beste Kandidat in den Interviews gewesen, um auf dem letzten Meter gegen einen altgedienten Trainer mit Erfahrung zu verlieren. Das war nicht die richtige Zeit, sagt er jetzt, er hätte sehr viel aus dem Bewerbungsprozess gelernt und war perfekt vorbereitet auf die drei Interviewrunden mit Arsenal, die letzte mit Josh Kroenke am Dienstag. Jetzt ist die richtige Zeit – sagt Mikel, sagt Arsenal. Auf geht´s!

Das Trainerkarussell ist ja schon lustig: Carlo Ancelotti will unbedingt zu Arsenal, die sagen ihm aber nach Interviews ab. Geht er jetzt also wahrscheinlich zu Everton. Die hingegen wollten unbedingt Arteta, der ihnen aber abgesagt hat, weil er unbedingt zu Arsenal wollte. So kann´s gehen …

Und jetzt spielen die beiden auch gleich mal gegeneinander. Wie passend. Dort hat Duncan Ferguson wieder etwas Leidenschaft in den Club gebracht, wodurch das Team wieder Selbstvertrauen gefunden hat. Hilft dabei natürlich, dass die Fans bedingungslos hinter dem Team stehen. Unter der Woche mussten sie richtig arbeiten gegen Leicester im Pokal, so dass wir ein physisch gegen ein psychisch angeschlagegenes Team sehen werden. Sollte interessant werden … zudem gibt es auch ein Wiedersehen mit Theo Walcott und Alex Iwobi – die haben sicher Bock drauf, den alten Kollegen zu zeigen, was geht. Beide neuen Trainer sind nur auf der Tribüne dabei, so dass dieses das jeweils letzte Spiel sein wird für die Interimstrainer. Will sicher keiner versemmeln …

Do it for Freddie!

 

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