So, das letzte Auswärtsspiel der Saison steht an, 20 Uhr (MEZ) in Croydon bei Crystal Palace. Arsenal könnte dabei einen ´Rekord´ aufstellen: vier Auswärtssiege hintereinander zu Null gab es in PL-Zeiten noch nie – dagegen könnte stehen, dass wir gegen die Eagles die letzten fünf Spielen nicht gewinnen konnten und sie das sicher so beibehalten wollen. Auch sie haben ja erstmals wieder Publikum im Rücken und zudem wollen sie Roy Hodgson einen vernünftigen Abschied bereiten. 

Das sollte uns aber nicht im geringsten stören, zumal heute auch zum ersten Mal das neue Away Outfit ausgeführt wird. Schlicht in vergilbtem Gelb gehalten, könnte es gewöhnungsbedürftig sein, aber mal sehen, wie es ´in echt´ aussieht. Einige haben sich zumindest schon das Shirt bestellt und finden es cool – da sind wir doch mal gespannt, ob wir wenigstens optisch ein Hingucker sind …

Roy Hodgson war immer einer der angenehmen Vertreter seiner Spezies (würde nie so rumjammern wie Taschentuchel gestern schon wieder …), selten im obersten Regal zugange, aber auch ganz gut rumgekommen. So war er z.B. Trainer bei Inter Mailand, als Schalke dort im Finale gewonnen hat … heute wird er ohne Elferschießen verlieren müssen, aber Palace kann dann ja am Sonntag noch gewinnen. Ist bei Pool, das wird ihn sicher freuen ..

Und wir so? siehe oben, es gibt noch Aufgaben – letzte Woche haben wir bei Chelsea schon mal sehr gut angefangen (mit der Vorbereitung auf die kommende Saison) und wenn ich das richtig erkannt habe, hat Arteta da vorrangig auf Leute gesetzt, die eben auch nächste Saison noch an Bord sind. Einen Willian z.B. kann er meinetwegen am Sonntag in der 85. nochmal einwechseln, aber das sollte es dann auch sein. 

Ich fand ja letzten Mittwoch das Spiel schon extrem unterhaltsam (meine ich völlig ernst!), weil Arsenal ganz nach meinem Geschmack gespielt hat, heute erwarte ich ähnliches, nur anders (?!), nämlich mit mehr Zug zum Tor und besserer Chancenverwertung. Langweilig sollte es eigentlich nicht werden, beide Teams können es doch im Prinzip richtig krachen lassen … tippe mal auf ein erlebnisreiches 4-2

C O Y G

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 Die Magie des FA-Cups ist zurück – wobei das natürlich am einzig richtigen Ausgang des Endspiels liegt. Und entscheidend kam hinzu, dass man endlich wieder einem Fußballspiel zuhören konnte mit normalen Stadiongeräuschen …

Spannend, wie Leicester dabei toll gespielt, toll gefightet, toll verteidigt etc. hat, Chelsea ultimativ nicht gut genug und der Ausgang verdient war. Mittwoch haben wir Chelsea genauso geschlagen (man bedenke dabei, dass unser Tor sehr früh gefallen ist) und es war, weil Arsenal, höchst unverdient, glücklich, spielerisch langweilig und überhaupt, geht gar nicht … eigentlich kann Arsenal nur verlieren: spielen sie gut und verlieren unglücklich, isses sch**sse, spielen sie taktisch diszipliniert und gewinnen, isses auch sch**sse, weil langweilig. Spielen sie richtig gut und gewinnen auch noch, isses erst recht daneben. Weil: warum nicht immer so – „So What´Cha Want“: für Leute, die sich gerne empören wollen, ist Arsenal offenbar der ideale Verein …

Lustig noch, wie nebenbei der vermeintliche Welttrainer T. Tuchel (das Outift, ey? vom Angeln ins Stadion oder was?) jedes Mal mit der gleichen Leier kommt: „Das ist sowas von gemein: wir hatten ganz viel mehr Ball als wie die und nur weil die ein Tor geschossen haben, gewinnen die. Das ist echt voll ungerecht“ – hmm, hoffen wir doch mal, dass Leicester in der Liga standhält, dann sieht´s auch mit der CL mager aus (wenn bei Pool schon der Keeper trifft) und ob die gegen City gewinnen? naja …

Arsene Wenger hätte man so ein Gejammer um die Ohren gehauen – aber der trainierte ja auch Arsenal … Heute (17.5.) vor sieben Jahren gab´s übrigens den ultimativen „Redemption Song“ (´Just Can´t Get Enough´ in der Aaron Ramsey Version) für uns: nach Jahren ohne Titel das 3-2 im FA-Cup Finale – what a day! Seitdem immerhin drei weitere Cups – zwei davon gegen Chelsea, hehe. Can we play you every week? Mikel Arteta´s Chelski-Bilanz in vier Spielen steht bislang bei drei Siegen und einem Draw – Passt. Überhaupt liegt sein Punkteschnitt gegen die „Big 6“ bei 1,7 – der von Wenger lag da bei 1,4. Haken bislang noch: gegen Teams der zweiten Tabellenhälfte konnten wir unter Wenger unsere Überlegenheit besser ausspielen, bei Arteta können wir das noch nicht so gut umsetzen. Aber daran werden wir nächste Saison arbeiten!

Was beim jetzigen Finale sehr beeindruckend war, dass der Leicester-Besitzer ´Top´ ist und das nicht nur, weil er so heisst. Das wirkte wie eine Einheit: Spieler, Trainer, Staff, Besitzer – wie Schmeichel die Tribüne hoch ist und ´Top´ mit ins Geschehen und ins Bild geholt hat – und wie sich alle mit ihm gefreut haben. Kann man sich bei uns nun wirklich nicht vorstellen …

Nun, unser neuer schwedischer Kumpel Daniel Ek (der von Spotify) hat fürs Erste eine Abfuhr von den Kroenkes erhalten: die haben sein Kaufangebot (angeblich 1,8 Mrd Pfund) rundherum abgelehnt – sie bräuchten das Geld nicht. Da wird man wohl mal gucken müssen, ob und wie sich die Sache weiterentwickelt. Am Sonntag vorm/zum Heimspiel gegen Brighton sind auf jeden Fall große Proteste geplant gegen KSE. Bei dem Spiel werden übrigens Zuschauer sein – sind bei den letzten beiden Spieltagen zugelassen, 10.000 dürfen rein. Eine von uns wird dabei sein: wir haben mit unserer DK ein Ticket in der Verlosung gewonnen und unsere holsteinische London Goonerette wird zu den Glücklichen (?!) vor Ort gehören. 

Vorher geht´s noch zu Palace am Mittwoch – gegen die haben wir seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen. Könnte man mal begradigen. 

Btw: Aaron Ramsey auf Leihbasis nächste Saison zurück? 

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Lustige Tabelle, oder? beinhaltet nur die Spiele seit Weihnachten – und zeigt im Prinzip eigentlich, dass Arsenal wieder ordentlich auf Kurs ist. Fühlt sich nur leider überhaupt nicht so an …

Oder andersherum: ein klarer Beleg dafür, dass wir es bis Weihnachten so richtig vergeigt haben. Nach 15 Spielen war Arsenal sinnigerweise 15. mit 17 Punkten, Chelsea war 8. mit 25 Punkten. Auch nicht so doll. Weihnachten kam ja dann ausgerechnet gegen Chelsea die Wende zum Besseren mit einem überzeugenden 3-1 und einem Run von mehreren Siegen, bei Chelsea kam auch eine Wende, und zwar zu Thomas Tuchel als Coach. Sie werden ja zurecht gehypt ob ihrer Entwicklung in den letzten Monaten, aber witzigerweise zeigt die Tabelle, dass das in der Liga sooo krass gar nicht ist. Aber Tuchel hat die alte, kaltgestellte Abwehr (Rüdiger, Azpilicueta, Alonso etc) wieder installiert, das Team damit deutlich stabilisiert, wodurch sie gerade auch in den Pokalen eine enorme Durchschlagskraft entwickelt haben. Die uns wiederum vor allem im Halbfinale sowas von abging … 

Die Off-Days bei Chelsea sind jetzt deutlich weniger (wenn, dann richtig: 2-5 gegen WBA), durch die ´neu´ formierte stabile Abwehr gehen sie auch wieder mit einem anderen Selbstbewusstsein und -verständnis zur Sache und sind in der Lage, vorne ihre Chancen zu verwerten (der Trainerwechsel hat Havertz u. Werner sicher nicht geschadet). Wir sind viel zu oft nicht in der Lage, unsere vielfältigen Chancen zu nutzen, so dass uns nur ein Fehler unterlaufen muss und schon gucken wir wieder hinterher. Was dann unserem Selbstbewusstsein nicht hilft … vicious circle …

Das Spiel heute (vorgezogen von Samstag – Chelsea hat sich ja an unsere Finalverabredung gehalten, Arsenal nicht) ist mitnichten ein „Dead Rubber“: Chelsea braucht die Punkte dringend für die CL-Quali (Sieg im Endspiel ist ja nicht zwingend ..) und wir sollten auch dringend gewinnen, wenn noch eine Minichance auf Europa gewahrt werden soll. Oder zumindest auf den „St. Totteringham´s Day“ – okay, nicht dass das den Spielern irgendwie wichtig wäre, aber für sie sollte dieses Spiel doch eine Möglichkeit sein, die Dinge wenigstens ein bisschen wieder hinzubiegen. Und überhaupt: anders als letzte Woche haben sie jetzt doch keinen Druck, also könnten sie theoretisch befreit aufspielen – wenn sie verlieren, so what? Shitstorm im Netz gibt´s eh, aber mit einer Klasseleistung können sie wenigstens ein kleines Lebenszeichen setzen.

Vor gut einem Jahr gab es ein krasses Spiel an der Bridge, Zehn Mann von uns haben gespielt wie Arsenal und sich verdient einen Punkt erkämpft. Martinelli weiß, wo da das Tor steht und auch Bellerin erinnert sich sicher gerne daran, wie er da das 2-2 kurz vor Schluß reingepowert hat. „Das da war Fußball, das war ein Drama“. So was will ich wieder sehen – ich erwarte, dass unsere Jungs ´All-In´ gehen, schließlich haben wir am Wochenende frei, während Chelsea ggf. schon gucken muss, wie sie mit ihren Kräften haushalten.  Die Frage ist natürlich: Kriegen wir das hin? 

Wenn Team und Trainer sich etwas Goodwill von den Fans zurückholen wollen, dann ist genau heute der richtige Zeitpunkt. Der Start des Dauerkartenverkaufs wurde übrigens für Ende Mai angekündigt – ein Stand jetzt bestmöglicher Saisonabschluß wäre dabei sicher hilfreich … 

Let Kante slip again …

UP THE ARSE

…..

„Manche hängen ihre Fahnen nach dem erstbesten Wind,
Doch die Liebe beweist sich erst, wenn der Wind zunimmt.
Und Liebe ohne Leiden hat noch niemand gesehen.
Man kann ein Lied davon singen, man kann sich selbst nicht verstehen.

Und Hooray Hooray Hooray …“

Let Thees sing again …

 

 

 

 

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Arsenal auch. Die Liga will noch zu Ende gespielt werden und so geht´s heute Abend (20 Uhr) im Emirates gegen West Brom (mit ein bisschen Erlebnis-Protest vorher). Guckt man da rein? klar, die Motivation wäre eine andere, ginge es noch richtig um etwas oder hätte Donnerstag für einen Schub gesorgt, aber auch so ist es doch immer noch unser Club, der da spielt, oder? Kundenreaktionen a la „Die sollen erstmal wieder Leistung zeigen, Trainer/Besitzer rausschmeißen, laut rülpsen, irgendwas ..“ sind natürlich nicht ganz unverständlich, aber was soll das? nur bei schönem Wetter rausgehen, kann schließlich jeder. Manchmal muss man eben durch den Regen …

Arsenal und der Klimawandel: vom ewigen Sonnenschein in die scheinbar endlose Finsternis in X Jahren … 

Es ist ja so: Arsenal war und ist kein Verein, der seinen Trainer/Manager schnell/ständig rausschmeißt. Früher nicht, jetzt auch nicht. Ist quasi Tradition … und sucht sich seine Coaches gerne auch da, wo nicht jeder sucht: vor 25 Jahren hat man einen in England gänzlich unbekannten Franzosen aus Japan geholt (lief ganz gut), zehn Jahre vorher hat man nach langen Jahren Misserfolg (und zwei namhaften Trainern) einen Trainer aus der zweiten Liga geholt mit George Graham, der Arsenal mit einem Stamm aus jungen, heimischen Leuten wieder auf Kurs brachte. Weitere 20 Jahre vorher (1966) hatte Arsenal nach 13 Jahren absolutem Nichts (mit 3 Trainern) sogar seinen eigenen Physio (?!) zum Chefcoach gemacht (Bertie Mee), mit dem sie langsam wieder nach oben kamen: Finalteilnahmen 1968, 1969, Gewinn des Fairs-Cup (jetzige EL) 1970 und als Topping das erste Double 1971 (welches sich an diesem WE jährt und daher entsprechend gewürdigt wird). 1972 wurde man nochmal Zweiter und dann war für lange Jahre, trotz Liam Brady und vier Finalteilnahmen 1978-80 (drei davon verloren), wieder sehr viel Mittelmaß angesagt. Bis Graham kam (s.o.) – der wurde dann übrigens mitten in der Saison entlassen, als Arsenal das letzte Mal Europa verpasst hat. Klar, der Fußball war schlecht, seine Zeit war vorbei, aber der hauptsächliche Grund war, dass man ihn der Korruption überführt hat – er hatte bei Arsenal-Transfers in die eigene Tasche gewirtschaftet …

Was dann, typisch England, andere Clubs (Leeds, Sp*rs) natürlich überhaupt nicht gehindert hat, ihn zu engagieren. Und uns zum heutigen Gegner bringt, denn da coacht „Big Fat“ Sam Allardyce – auch der ist der offenen Bestechung überführt worden, was ihn auch den Job des England-Managers gekostet hat, aber etliche Vereine nicht störte, ihn trotzdem zu verpflichten. Vermeintlich wegen seiner Expertise im Abstiegskampf. Nun, ein Arsenal-Sieg heute würde bedeuten, dass er und WBA absteigen würden und alleine dafür lohnt es sich …

Randnotiz: gestern ist mit Sheffield Wednesday einer der großen Traditionsclubs auf der Insel in die dritte Liga (League One) abgestiegen. Deren beste Zeiten sind sicherlich ewig her, vielen ist der Name wohl so ähnlich geläufig wie hierzulande Alemannia Aachen oder so, aber sie haben mit vier Meistertiteln ganz nebenbei immer noch doppelt so viele wie die Spu*s. Ihr letztes grosses Jahr war 1993 – da standen sie sowohl im FA-Cup als auch Ligapokal im Endspiel. Gegner war allerdings beide Male Arsenal und netterweise haben sie auch beide Spiele verloren … However, gestern wie gesagt abgestiegen, aber das Ganze nur wegen einem Punktabzug von sechs Punkten. Warum den? vor Jahren war in ihren Bilanzen beim Verkauf von Hillsborough (ihrem Stadion) etwas falsch verbucht – wodurch sie die Konkurrenz irregeführt hätten … ähnliches bei Wigan letztes Jahr. Da kennen die Autoritäten kein Pardon – die vermeintlichen „Big 5 + 1“ kommen mit ihrer ESL_Kacksch**sse aber mit einem halbherzigen „Du Du Du“ davon …

Eigentlich könnte Arsenal ja jetzt befreit aufspielen, geht es doch um fast nichts mehr, aber letztendlich ist jeder bessere Tabellenplatz richtig was wert (+/- 1 Mio etwa an Fernsehgeldern), insofern ist voller Einsatz angesagt. Ganz abgesehen davon, dass die Jungs was gutzumachen haben … 

C O Y G

 

 

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„Putting Shame In Your Game“ – man stelle sich vor, es ist Halbfinale und Arsenal merkt es nicht … gestern schrieb ich noch, dass Arsenal in der Regel wenigstens in einem von zwei Cupspielen auf der Höhe ist (Prag zuletzt), war das gestern schon wieder so ein blutarmer Auftritt („Slow And Low“). Bizarr. Villareal war und ist sicher keine Übermannschaft, aber sie hatten Selbstvertrauen und wussten, was sie wollten. Wir? es ist bezeichend, wenn man mal wieder feststellen muss, dass wir ohne Xhaka am Arsch sind. Unsere millionenschweren vermeintlichen Topleute kriegen gar nichts auf die Reihe, die Kids sind dem Druck nicht gewachsen und der Trainer ist zu unerfahren. „Time To Get Ill“ …

Nach so einem Desaster hilft ja erstmal ein bisschen Realitätsflucht und so gab es nach dem Spiel viel Zeit (Kurzarbeit sei ´Dank´ …), sich mal wieder den Beastie Boys zu nähern und ihrem Gesamtwerk zu huldigen. Hilft. Das ist wahre Größe und wer die Beasties mal live gesehen hat, weiß natürlich, dass es viel besser nicht mehr werden kann. Das Jahr, in dem die Beastie Boys das letzte Mal in Hamburg spielten (Sporthalle – epochal, wenn irgendwann mal der Begriff ´Totalabriss´ passte, dann da), war 1995. Lange her, klar, aber das war auch das Jahr, in dem Dennis Bergkamp zu Arsenal kam.

Mit Dennis und Arsenal bzw. Fußball verhält sich bei mir ähnlich wie mit den drei Punks aus Brooklyn: viel besser wird´s nicht. ´Ich habe DB10 gesehen – alles weitere ist nur noch Zugabe´ … so in der Art. Dummerweise hieß ja das Old Trafford schon ´Theatre Of Dreams´, gepasst hätte es besser zu Highbury. Das war Fußball vom anderen Stern – natürlich nicht immer, far from it, aber wenn es passierte, war Dennis nicht weit. Ich hab´ mal hinter ihm gesessen, als er sich warm gemacht hat – was er da mit dem Ball angestellt hat, ist physikalisch eigentlich nicht zu erklären … Goldene Zeiten. Aber immerhin hatten wir welche, an die man sich gerade jetzt schmerzlich erinnert …

Andererseits: wenn man mich fragt, welche Zeit bei Arsenal mich am meisten ärgert, dann sind das genau diese ´goldenen´ Zeiten – wir waren jahrelang das beste Team im Land, von 2002-04 sicher auch europaweit, konnten das aber zu oft nicht über die Linie bringen bzw. in Titel umwandeln. Und in Europa sind wir damals immer gescheitert. Das ist also nichts Neues – remember 2000, UEFA-Cup-Endspiel gegen Galatasaray und wir liefern genau so einen willenlosen Auftritt wie gestern. „We played with the handbrake on“ …

Und nu? 

Wie gesagt, 1995, Beastie Boys in Hamburg und dann Dennis Bergkamp in London. Klar, spannend aber: die Saison 1994/95 war die bislang letzte, in der Arsenal sich nicht für Europa qualifiziert hat. Tabellenplatz 12 (Meister übrigens Blackburn Rovers, Tabelle s.u.). Im Europapokal der Pokalsieger kam man zwar ins Finale, lieferte sich aber mit Real Saragossa eines der schlechtesten Spiele der Fußballgeschichte. Und Arsenal hat verloren durch einen Schuss von der Mittellinie in der 120. Minute … die Saison ist also ebenso unspannend ausgegangen. 

Was macht Arsenal also im Sommer: holt mit Dennis Bergkamp einen Weltstar (was damals eine absolute Sensation war und für Arsenal einen Quantensprung darstellte) und zudem mit David Platt einen gestandenen englischen Nationalspieler für richtig Geld: 7,5 Mio (Pfund) für DB waren damals englischer Rekord und auch für Platt gingen noch 4,75 Mio über den Tisch. Umgerechnet auf heute kann man die Summen wohl locker x 10 nehmen. Arsenal wollte es also wissen, wurde mit dem 5. Platz und der UEFA-Cup Teilnahme ein Jahr später belohnt, im Herbst kam dann Arsene Wenger und nichts war mehr wie vorher …

Also, so war das, als Arsenal das letzte Mal den europäischen Wettbewerb verpasst hat. Wie wird´s dieses Mal?

 

The last time when Tottenham Hotspurs finished above ArsenalPaul Edwards Premiership Football Site - 1995/96 Season

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Fußball und Raketenforschung haben ja eines gemeinsam: man muss nur ordentlich Milliarden auf den Tisch legen, dann kommt man auch mal ganz nach oben …

´Komisch´: nach dem ESL-Desaster und auch noch am Montag nach dem Theater in Manchester wurde die Gier und das große Geld im Fußball verteufelt, weil opportun, jetzt stehen City und Chelsea im CL-Finale und sie sind die Größten. Ach ja …

Letztes Jahr hat unser Team auf dem Weg zum Titel beide Teams verdient geschlagen und heute ist es an Arsenal, ebenfalls mal wieder in ein europäisches Finale einzuziehen – Man U wartet da mehr oder weniger schon, wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns, aber eine komplett englische Finalrunde ist mehr als möglich. Wie das wohl die UEFA findet?

Letzte Woche sah es noch ´ein wenig´ so aus, als ob der Mannschaft die Bedeutung des Spiels noch nicht so ganz bewusst war, heute kann es da kein Vertun geben: „All In“ von wirklich jedem ist gefragt, dämliche Fehler können wir heute wirklich nicht gebrauchen. Eine Fehlerquelle ist aber gesperrt (Ceballos) und da Tierney scheinbar wieder dabei sein kann, wird Xhaka in die Mitte rücken können, wo er hingehört. Er und Partey ergänzen sich gut, wodurch wir automatisch sicherer stehen und agieren werden in der Mitte. Und genau dadurch wird heute das Spiel gewonnen. Was ansonsten Auf- und Einstellung angeht, kann ich mich nur den Ausführungen von Arseblog-Andrew anschließen My team for tonight + Villarreal 2nd leg thoughts/hopes | Arseblog … an Arsenal blog 

Supporter im Stadion zu haben für so ein Spiel, wäre sowas von hilfreich, geht aber leider nicht. Zu allem Überdruß wollen Einige auch heute wieder einen großen „Kroenke Out“-Protest fahren (man könnte ja den kommenden Sonntag nehmen, ist auch Heimspiel), egal, wie sehr das vielleicht vom eminent wichtigen Spiel ablenkt. Aber man muss ja seine „Social Media“-Follower bedienen, von denen sie ordentlich angefeuert werden. Immerhin kamen einige darauf, den Teambus vorher/nachher mit Anfeuerung und Support zu begrüßen – weise Idee, waren doch manche auch extrem geil drauf, ebensolche Bilder wie im OT Sonntag zu produzieren. Das würde es den Kroenkes so richtig zeigen … klar doch – und könnte man Dummheit in Dosen abfüllen, wüsste man auch, wo man anfangen kann … 

Also, die Anspannung steigt und aufgeregt bin ich jetzt schon genug – das letzte Mal schrieb ich davon vorm Prag-Spiel und das ist dann ja nicht so schlecht gelaufen … Die Mannschaft kann das, keine Frage, wissen wir alle, die Frage ist ja immer, welches Arsenal denn gerade am Start ist (Jeckyll & Hyde ..). In K.O.-Spielen hat Arsenal in der Regel immer ein gutes und ein weniger gutes Spiel gezeigt – und letzte Woche gehört ganz sicher nicht in die erste Kategorie. Unai Emery hat sich selbst ins Knie geschossen, als er nach der Halbzeit, wo sie Arsenal am Haken hatten, unbedingt das 2-0 verwalten wollte, statt die Entscheidung zu suchen. Selbst schuld – sorgen ´wir´ dafür, dass es sich heute gewaltig rächt. Die Jungs kriegen das hin!

Get In!

And it´s Arsenal, Arsenal FC …

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Das ganze Wochenende über hat der englische Fußball „Social Media“ auf all seinen Kanälen Kanälen komplett boykottiert aus Protest gegen die massive Zunahme von Hasskriminalität und rassistischen Beleidigungen im Netz und der extrem laschen Ahndung derselben durch die jeweiligen Anbieter/Provider. Manchester United z.B. hat seit 2019 eine Zunahme von 350% an rassistischem Dünnschiss festgestellt, alleine auf den eigenen Accounts. Enough is enough. 

Thierry Henry hat vor ein paar Wochen den Anfang gemacht und sich überall abgemeldet (trotz ein paar Millionen Followern) mit dem Vermerk, dass er die Schnauze voll hat, auch selbst dauernd beleidigt zu werden. Ian Wright (um mal bei ´unseren´ Leuten zu bleiben) berichtet, dass er selbst jeden Tag Beleidigungen zu ertragen hat und schon fast resigniert, dass verfolgen zu lassen, weil eben nichts passiert. Und es ist leider Standard, dass man eigentlich jede Woche von einem Verein liest, wo wieder Spieler nichtweißer Hautfarbe durchbeleidigt werden. Warum meinen immer mehr Trottel, man könne das einfach so machen? es MUSS schlicht Konsequenzen dafür geben – und es ist vielleicht hilfreich, aber nicht zielführend, wenn facebook & Co. den Vereinen und Spielern Schulungen zu effektiven Spamfiltern etc geben. Es muss auch an der Wurzel angesetzt werden.

Wir hatten hier auch den Arsenal-Hashtag auf der Seite (´etwas´ modifiziert mit unserem alten Logo) und selbst da hat sich jemand nicht entblödet, das mal eben mit einer Negativbewertung zu ´adeln´, wohl in seinem ewigen Kampf für sein vermeintliches Grundrecht auf Beleidigung. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen … Ich zitiere dazu mal die Mutter von Forrest Gump: „Dumm ist, wer Dummes tut“

Die Vereine wollen es nicht mehr bei Lippenbekenntnissen sein lassen, Arsenal hat einen Member identifiziert, der mehrfach aufgefallen ist und ein Stadionverbot bekommt, bei Chelsea das Gleiche und ausgerechnet die holen richtig aus und haben schon einen langen Maßnahmenkatalog veröffentlicht, z.B. werden rassistisch (o.ä.) aufgefallene User sofort geblockt auf ihren Kanälen. Genauso ist es richtig und so sollte es Arsenal endlich auch handhaben: was da in den Kommentarspalten abgeht, ist nicht feierlich (also neben dem ganz ´normalen´ Gepöbel), erst Recht, wenn der Verein z.B. Grußbotschaften zum „Christopher Street Day“ o.ä. schreibt – was da an Steinzeitmenschen zum Vorschein kommt, ist absurd. Blocken und gut. Da muss der Club dann durch, dass er ggf. Follower verliert (was ja für Werbeeinnahmen relevant ist). Wenn man ernsthaft gegen Rassismus tätig sein will, müssen sie da ran. Nicht, dass es das vor Ort nicht geben würde, aber Arsenal war der erste Verein in London, wo PoC schon sehr früh zu Spielen gehen konnten, ohne Angst vor Stress haben zu müssen. Und die absolute Fanlegende (Dainton Connel, „The Bear“) z.B. war definitiv nicht weißer Hautfarbe …

Klar, es ist 2021, vieles ist nur plumpe Provokation, „Erziehung“, „Gute Kinderstube“ oder „Gesunden Menschenverstand“ kann man oft genug nur noch im Museum bewundern und „Social Media“ könnte eh den Eindruck erwecken, dass der durchschnittliche IQ etwa bei 27,3 liegt, aber, verdammt, es muss nicht zwingend abartig over the top sein. 

Ansonsten tritt Thierry Henry noch im Fernsehen auf und hat gestern z.B. was zu Daniel Ek erzählt: Die Nummer stimmt, es ist also was dran, es gab auch schon Gespräche und ein offizielles Angebot kommt diese Woche auf den Tisch. We will see …

Aber erstmal ist Halbfinale … 

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Europapokal, Halbfinale – viel mehr geht nicht. UND WIR SIND DABEI!

Es ist zudem ein kleines Jubiläum für Arsenal, denn es ist das 10. Mal, dass der AFC es bis ins Halbfinale geschafft hat. Die Bilanz kann sich übrigens sehen lassen, denn 7 von 9 Semis hat Arsenal gewonnen:

Ajax 1970, Juventus 1980, PSG 1995, Sampdoria 1996, Lens 2000, Villareal 2006, Valencia 2019 // Man Utd 2009, Atletico 2018

Großes Drama in der Regel, so auch gegen Villareal damals: ein zähes 1-0 in Highbury (das letzte Europacupspiel dort ..), im Rückspiel verlegt sich Arsenal früh auf die Verwaltung des 0-0, mehr geht nicht, bei den Gelben aber auch nicht, bis der Schiri aus einer Schwalbe einen Elfer macht – in der Nachspielzeit. Aber wir hatten ja „Mad Jens“ Lehmann, der Schütze war Argentinier (da war ja noch was in dem Jahr ..) und der Rest ist Geschichte …

Drei Jahre später ging´s nochmal gegen Villareal, diesmal im Achtelfinale und es war deutlich entspannter: 1-1 away und zu Hause ein ungefährdetes 3-0 – groß gefeiert wurde Robert Pires, denn der spielte damals bei den Spaniern.

Aller guten Dinge sind ja drei – daher spielen wir jetzt mal wieder gegen die „gelben U-Boote“. Die waren übrigens 2016 nochmals im Halbfinale (EL) und haben auch dort gegen eine englische Mannschaft verloren: Liverpool (0-3, 1-0) – die wiederum dann das Endspiel verloren haben: gegen Sevilla – mit Unai Emery …

Und weil der Fußballgott ja ein Spaßvogel ist, betreut „Mr. Europa League“ jetzt eben Villareal und trifft direkt mal auf seinen Ex-Verein, was die ganze Begegnung selbstredend „ein wenig“ spicy macht. Nun ist es bei Arsenal bekanntermaßen nicht so brillant gelaufen mit ihm, aber einer der Gründe für seine Verpflichtung im Vorwege war sicher seine EL-Expertise, und da hat er uns direkt ins Finale geführt (auch wenn er das dann vercoacht hat). Auf dem Weg dahin wurde nebenbei die sicher geglaubte CL-Quali mal eben weggegeben – auf die hat Villareal in Spanien eh keine Chance (die vier Topvereine sind zu stark) und in der Liga läuft es so durchwachsen. In der EL hingegen hauen sie alles weg:

In der Gruppenphase haben sie nur einmal Punkte gelassen (1-1 in Tel Aviv) und in der K.o.-Phase haben sie alle sechs Spiele gewonnen und mit XY Salzburg, Dynamo Kiew und Dinamo Zagreb hatten sie nicht unbedingt Laufkundschaft am Start. Das die sich was ausrechnen gegen ein wenig konstantes Arsenal, zumal mit diesem Trainer, ist doch klar.

Ja nu, ganz so doof sind wir in der EL aber auch nicht unterwegs! Klar schlagen wir uns an einem schlechten Tag ohne Probleme (und Gegnereinwirkung) gerne mal selbst, an einem guten Tag können wir aber auch jeden Gegner vor richtige Probleme stellen. Das Formlevel beider Teams ist ähnlich, beide sind eher auswärts stark als zu Hause: VCF home 6/6/4, 22-19; away 6/7/4, 28-19, AFC: home 6/4/7, 19-20; away 7/3/6, 25-17 (jeweils in der Liga). 

Unai Emery wird sowas von motiviert sein, kennt Arsenal noch sehr gut und kann v.a. EL. Vorne drin haben sie eine absolute Tormaschine (Gerard Moreno: 26T+8A in 37 Sp.), dazu Paco Alcacer, im Mittelfeld den alten Haudegen Dani Parejo (kam von Valencia) und in der Abwehr den spanischen Tony Adams (Raul Albiol). Unser alter Kumpel Francis Coquelin (kam auch von Valencia) ist unter Emery nur noch Ergänzungsspieler. An einem guten Tag geht bei denen also auch so einiges …

Nur: heute wird kein guter Tag für sie sein. Für Arsenal ist die Saison anderweitig auch längst gelaufen, sie entscheidet sich also hier und jetzt. Heute. Villareal ist zu Hause anfällig und fängt sich fast immer mindestens ein Gegentor – das können und das werden wir ausnutzen. Mikel Arteta hat gestern schon mal gezeigt, dass er auch „mind games“ kann: Unsere Verletzten? Alle fit. Alle. Können spielen und sind ´in contention´ für die Aufstellung. Kleine Denksportaufgaben für Emery also.

Siehe oben: Halbfinals sind eigentlich nicht so Arsenal´s Problem (die Finals schon eher ..) und wer mag, kann sich gerne mal kurz an den letzten Sommer erinnern: in der Liga das übliche „Hot N Cold“, nix mit Topplatzierung, es blieb nur der FA-Cup. Da waren Arteta und Arsenal plötzlich sowas von „up to the task“, dass sie erst Man City im Semi und dann auch noch Chelsea im Finale geschlagen haben. Against all odds. Es geht. Das Team weiß, wie es geht. Und Arteta weiß, wie er die Mannschaft einzustellen hat. Wir sind ein Pokalteam, wir, äh .., schaffen das!

Victoria Concordia Crescit

C O Y G

Villarreal – Estadio de la Cerámica (El Madrigal) – Estadios de España

Der Blick aus dem Away End:

Villarreal C.F. - Athletic Bilbao from the away end. | Villarreal cf,  Soccer field, Bilbao

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Wenn auf dem Platz nix los ist, dann wenigstens drumherum: letzten Freitag war das Hauptaugenmerk klar bei den Protesten vorm Stadion – logisch bei dem irrwitzigen Theater die Woche über. Die Wut über den ESL-Schwachsinn eint die Fans in ihrem Protest gegen die (fast) stets abwesenden amerikanischen  Besitzer (KSE – Kroenke Sports & Entertainment) und dem innigen Wunsch, sie mögen sich doch bitte verp*ssen. Nun, dafür müssten sie ja den Laden verkaufen wollen. Tun sie aber nicht, hat Josh Kroenke am Donnerstag direkt gesagt, im Gegenteil, es würde investiert werden.

Nicht, dass sie das die letzten Jahre nicht auch schon gemacht hätten (seit sie 100% der Anteile haben, hauen sie ganz gut raus), nur gehen unsere Investments bislang nicht so auf (700 Trilliarden für Pepe z.B.). Auch vorher waren sie eigentlich gute „Owner“, denn sie haben kein Geld rausgezogen und die handelnden Personen vor Ort machen lassen und haben nicht reingequatscht. Gibt da ja Negativbeispiele genug. Nur zeigt das natürlich auch ziemliches Desinteresse und absolute Ahnungslosigkeit, wie sich letzte Woche wieder gezeigt hat. Warum war denn der tödlich verunglückte Leicester-Besitzer so enorm beliebt? doch nicht (nur), weil er da Geld reingepumpt hat – nein, er war ständig da. Und hat sich gekümmert. Und die Leute mitgenommen dabei (das geht zugegebenermaßen im beschaulichen Leicester besser als in London, aber trotzdem ..). Gerade so etwas vermissen sehr viele … wobei nicht zu übersehen  ist, dass durchaus viele, v.a. „Internet-Fans“, schlicht erwarten, dass da irgendein reicher Sack kommt, bei dem völlig egal ist, wo er sein Geld her hat oder was er macht, Hauptsache er haut direkt die Milliarden raus, fragt nicht, was Haaland kostet, sondern ihn holt. Ist doch ganz einfach. Man muss es schließlich nur wollen …

Also, jetzt wird so ein bisschen alles Schlechte bei Arsenal auf KSE projiziert und wenn man nur doll genug protestiert, dann werden die schnell die Lust verlieren und verkaufen. Nun, vor ein paar Jahren haben sie einen kompletten NFL-Verein (Rams) von einer Stadt in die andere verlegt. USA halt … da waren nicht nur 1000 Leute vorm Stadion, da hatten sie ganz St. Louis gegen sich – hat sie nicht im geringsten gestört. Sie bauen nen Stadion in L.A. und da muss ja schließlich auch einer spielen. Ist doch logisch. Das sind Milliardäre und v.a. Amis – da können wir uns so schnell nicht reindenken. Zudem sind sie scheinbar an langfristigen Projekten interessiert, schnelles Geld lockt sie eher nicht: Papa Stan ist locker 9 Mrd. schwer und wenn die mal weg sind, kein Problem, seine Frau ist Wal-Mart Erbin. Da ist auch für Sohnemann Josh was über, der ja der Verantwortliche für Arsenal ist. 

Für Arsenal haben sie im Laufe der Jahre insgesamt so um die 1,2 Mrd. (€) auf den Tisch gelegt, wobei die Anteile immer teurer wurden. Forbes bewertet den Club gerade mit gut 2 Mrd., aber der Preis liegt natürlich im Auge des Betrachters. Anzunehmen, dass eine mögliche Kaufsumme deutlich höher liegen muss, was KSE einen massiven Profit bescheren würde, aber darum scheint es ihnen zumindest offensichtlich nicht zu gehen.

Okay, letzte Woche hat man sich noch gefragt, wo denn jemand herkommen soll, der solche fetten Summen bereit ist zu zahlen. Und was würde der dann von und mit dem Club wollen? und die Antwort auf die erste Frage ist: Schweden. Und der berühmteste Schwede momentan ist wohl Daniel Ek, zumindest für Arsenal-Fans. Einer dieser vermeintlich schrägen IT-Nerds, der schon als Schüler fette Geschäfte gemacht hat, mehrere Firmen gründet, sie gewinnbringend verkauft und sich mit Anfang 20 zur Ruhe setzt. Das war aber langweilig, hat er also Spotify mitgegründet. Vor 15 Jahren. Die haben sich amtlich im Streamingmarkt durchgesetzt, sind absoluter Marktführer mit mittlerweile gut 150 Mio. Abonnenten, arbeiten entsprechend profitabel und haben einen aktuellen Wert von gut 60 Mrd. – Ek hält einen Anteil von 10% davon, hat also auch daher Geld. Das passt schon mal – ABER, man glaubt es nicht, er ist auch noch Gooner (von klein an wegen Anders Limpar) und guckt sich zudem jedes Spiel an (das war voll die Nachricht für Sky ..). Abgefahren .. 

Und als wär das nicht schon ansprechend genug, kam am Montag die Nachricht, dass sein Team definitiv binnen der nächsten 14 Tage mit einem richtigen Angebot antritt und zudem Thierry Henry, Dennis Bergkamp und Patrick Vieira zum Team gehören und die Übernahme unterstützen würden. What´s not to like? okay, man kann sich natürlich fragen, wie das für PV oder TH im Moment hilfreich ist bei der Jobsuche (Dennis ist da ja gechillter), aber es klingt selbstredend ziemlich perfekt erstmal. Geld ist laut durchgesteckten Infos auch vorhanden, auch für Kaufpreise deutlich jenseits von 2 Mrd. (kennt jeder Kleinsparer: die ersten 2 Mrd. sind am schwersten, danach wird es entspannter). Ist das schon ein wenig Vertragspoker?

Jetzt hat KSE relativ zügig in einem Statement (und einem Video-Call mit allen Angestellten) klargestellt, dass sie committed sind, nicht verkaufen wollen und mit dem Club Titel gewinnen wollen. Ist das direkt das Ende der Geschichte? ganz sicher nicht – die Proteste gehen auf jeden Fall weiter und ob und was Team Ek will, werden wir sicher auch zeitnah erfahren …

Neben dem Platz ist es also spannend wie selten – sportlich geht´s Donnerstag weiter. Nicht ganz so unwichtig, das Spiel. Vielleicht läuft es ja mal anders als viele Spiele zuletzt: „Erst hatten sie kein Pech und dann kam auch noch Glück hinzu“ – so kann´s doch auch mal laufen …

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