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… und so sah Arsenal mit Adidas aus von 1986-94 (danach kam Nike und die letzten fünf Jahre Puma)

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Nicht wirklich viel – es ist ja auch noch Sommerpause. Aber wer z.B. auf coole Transfernews wartet, sollte feststellen, daß der Markt in England sich bislang überall noch nicht bewegt und so auch nicht bei Arsenal. Bei uns kommt zudem hinzu, daß der Vertrag mit Puma noch bis zum 30.6. läuft und der Club natürlich vorher keine neuen Spieler präsentieren wird. Ab dem 1. Juli ist dann Adidas am Start und wenn das Bild hier tatsächlich die neuen Trikots zeigt, dann muß man sagen: Chapeau. Endlich spielt Arsenal wieder in richtigen Arsenal-Trikots – Geiles Ding, Leute, geiles Ding!

Also, das wär doch schon mal ein guter Start in die neue Saison (wobei man sagen muß, daß auch Puma mit guten Shirts gestartet ist). Ansonsten ist das Trainerteam ein bischen durchgemischt worden: Steve Bould ist nicht mehr Co-Trainer, sondern übernimmt wieder die U-23 (hat er vorher auch gemacht), dafür kommt von dort Freddie Ljungberg als Co-Trainer ´nach oben´. Er soll einen verbesserten Übergang und die Integration von Nachwuchsspielern in die erste Mannschaft sorgen. Man setzt große Stücke auf Leute wie Amaechi, Saka, Willock, Smith-Rowe, Nelson natürlich und noch einige mehr. Zeugt von dem Willen, verstärkt auch auf die Jugend zu setzen. Dazu kommt ja mit Bielek noch ein Youngster, der grad bei der U-21 EM für Furore sorgt. Ein klasse Verteidiger, der auch noch verdammt torgefährlich ist – mit ihm sollten wir es ganz unbedingt probieren in der neuen Saison.

Spekuliert wird ja logischerweise schon viel in den Medien (und von Wichtigtuern auf social media sowieso ..) und im Kern geht es bei fast allen verlinkten Spielern um aufstrebende Talente oder junge Spieler, die den nächsten Schritt machen können oder müssen. Wäre ich dabei: letztes Jahr haben wir ja eher auf ´alte Säcke´ gesetzt, jetzt hoffentlich auf junge UND hungrige Spieler. Spielerisch war das auch letztes Jahr weder Fisch noch Fleisch, eine Spielidee selten erkennbar und der Spaßfaktor beim Zugucken ging mitunter gegen null. Das kann so schlicht nicht weitergehen!

Wie wäre es, auf ein junges und vergleichsweise frisches Team zu setzen und dieses spielen zu lassen. Rückschläge mit einkalkulierend. Arsenal braucht wieder Begeisterung: auf dem Platz und v.a. im Umfeld – ich will auch wieder mitgerissen werden, von Spielern, die mit Herz auf dem Platz agieren und uns zeigen, daß sie sich für den Club den Arsch aufreissen. Und ordentlichen Offensivfußball spielen – nicht dieses Wischiwaschi der letzten Saison. Gut, dafür braucht es – endlich – eine stabile Defensive. Wie soll das gehen?

Also, wenn Stan Kroenke mir nächste Woche aus purer Langeweile den Club schenken würde, täte ich das natürlich annehmen und würde dann Sanllehi, Edu (von dem ich ausgehe, daß er kommt nach der Copa) und auch Emery mal so fragen, was denn ihr Plan ist. Halte Emery ja für den falschen Coach, aber er wird sicher Ideen haben. Ich würde ihm allerdings erstmal Dennis Bergkamp als weiteren Co-Trainer zur Seite stellen. Für die Mannschaft folgende Ideen:

Tor: passt mit Leno und Martinez als Backup

Verteidigung:

out: Kolasinac, Mustafi, ggf. Koscielny (wenn er weg will) / in: Tierney, Saliba, Dunk + Rechtsverteidiger als backup

Mittelfeld:

out: Xhaka, Mkhytarian, Elneny / in: Modric, Szoloszbai + 1 weiteren?

Angriff:

in: Fraser + 1 (Carrasco?)

Özil nur behalten, wenn alle Bock drauf haben und ein System gespielt wird, in dem er wieder funktionieren kann. Mein Vorschlag wäre 4 – 3 – 3. MÖ war am besten, wenn die Abwehr stabil war, wie einen toughen 6er hatten und er mit Cazorla ein kongenialen Zuspieler hatte (zudem mit Alexis einen passenden Anspielpartner). Seit Santi´s Verletzung ging es mit Özil, aber auch mit Arsenal insgesamt bergab – ihn konnten wir bis jetzt nicht kompensieren. Mein 6er wäre Torreira, den Santi macht Modric und vorne spielen wir mit zwei Außen und Auba ODER Laca in der Mitte. Könnte klappen …

Naja, bis jetzt hat sich Stan aber noch nicht gemeldet …

 

 

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Mit „Unknown Pleasures“ ( von Joy Division) feiert eines der ewigen Meisterwerke und bahnbrechenden Alben der Musikgeschichte in diesen Tagen sein 40-jähriges Jubiläum und wird, mit Recht, wieder entsprechend gewürdigt.

Arsenal wird in diesem Jahr eher nebenbei 133 Jahre alt und von Würdigungen sind wir weit entfernt. Heute morgen ist der neue Spielplan der PL veröffentlicht worden und es stellt sich natürlich die Frage, ob dieser jene mittlerweile ´unknown pleasures´ für uns bereithält, auf die wir schon einige Zeit warten:

Sagen wir mal so: einfach wird´s nicht – am Anfang schwer, in der Mitte schwer und am Ende auch. Gleich am dritten Spieltag geht´s zu Liverpool, gefolgt vom ersten NLD direkt danach. Der hektische Weihnachtszirkus hat für uns zwei Heimspiele gegen Chelsea und ManU am 28.12. und 1.1. parat. Und damit der ´run in´ nicht wieder so einfach aussieht wie in der vergangenen Saison, kommt es zum Auswärts-NLD Ende April, gefolgt vom Heimspiel gegen Pool am drittletzten Spieltag. Im März z.B. zwei Auswärtsspiele hintereinander in Brighton u. Southampton (´banana skin´- tauglich ..). Das sind alleine auf den ersten Blick jeweils Spiele, wo du in kurzer Zeit eine Menge verreißen kannst – oder aber auch gewinnen ..

Hier unser kompletter Spielplan:

New Premier League fixtures 2019/20

 

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Am Samstag hat uns die Nachricht, dass Jose Antonio Reyes bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, wie ein Hammer getroffen. Er wurde nur 35 Jahre alt. Die sich in Madrid treffende Fußballwelt war schockiert und auch bei Arsenal war und ist das Entsetzen sehr groß. Er war ein Gooner, wenn auch nur für 2,5 Jahre, aber alle, die sich an ihn erinnern, haben nur gute Erinnerungen an ihn (wie sagte AW: „Bei unserem Verein sind alle sehr, sehr traurig“).

Reyes ist im Januar 2004 zu Arsenal gekommen für die damalige Rekordsumme von knapp 17 Millionen. Er kam von Sevilla und war das heisseste Talent, dass Spanien zu bieten hatte und Arsene/Arsenal hat ihn geholt. In ein Team, dass ja ohnehin schon ganz gut unterwegs war (später sollte die Transferpolitik ja eher andersrum laufen ..). Gleich zu Beginn macht er im Ligapokal ein Eigentor gegen Boro, aber dann: FA-Cup gegen Chelsea, Arsenal tut und macht, findet aber kein Mittel und liegt 0-1 hinten. JAR9 wird eingewechselt und kurze Zeit später hämmert er ein Wahnsinnstor in den Winkel und alle so: ´ALTER, was ist das denn für ein geiler Typ ..´ – und um den Eindruck abzurunden, macht er mit nem coolen Finish auch das 2-1 Siegtor. Was für ein Einstand. Er machte das Team noch besser und Thierry Henry sogar etwas eifersüchtig: JAR war schnell, dribbelstark, kaum vom Ball zu trennen, torgefährlich, kurz: ein Traum. Dennis Bergkamp mit TH14 und JAR9 vor ihm war schlicht Fußball „Made in Heaven“ – faszinierend. Und nach hinten raus hat er mit seinen Toren in Gurkenspielen bei Portsmouth und Fulham dafür gesorgt, dass die ´unbeaten season´ auch eine solche blieb und wir heute von den ´Invincibles´ sprechen. Er gehörte dazu. Aber es war natürlich Alex Ferguson, der ein Mittel fand, Reyes (und Arsenal) zu stoppen: mit brutaler Gewalt. Das ganze Spiel über wurde er von allen ManU-Feldspielern pausenlos attackiert, ob mit Ball oder ohne, vom hinterfotzigen Schubser ´off the ball´ bis zum rüden Umtreten war alles dabei – sobald er am Ball war, wurde er gelegt. Absichtlich – und alles gedeckt von den Schiris. Das hat Arsenal das Treble 2004 gekostet, da sie dieses permanente Gekloppe (und die fehlende Bestrafung desselben) aus dem Konzept brachte. In der nächsten Saison hat JAR9 in den ersten sechs Spielen jeweils getroffen und war in Topform – dann kam ´Spiel 50´ bei ManU und er war natürlich wieder die Zielscheibe unfassbar brutaler Attacken, vor allem von den Nevilles. Wer heute noch Bilder davon sieht, fragt sich immer noch, wie ein derart von oben gedeckter glatter Betrug in so einer renommierten Liga angehen kann. Arsenal sollte sich davon nur noch sporadisch erholen (Diese Taktik des ´Reinhauens´ gegen Arsenal wurde zunehmend populär, weil ´die mögen das ja nicht´, und führte in den Folgejahren zu den Beinbrüchen von Diaby, Eduardo und Ramsey. Zitat zu der Zeit: ´Haben die ja selbst Schuld, wenn die immer so schnell spielen´… kein Scherz, leider). Als Reyes im Pokalfinale gegen ManU sich gewehrt hat ob der Fouls, wurde er selbstredend vom Platz geschmissen – konnte aber als kleine Rache den Pokalsieg mitfeiern. 2006 zog Arsenal mit ihm ins CL-Finale ein, aber die Zeichen standen auf Abschied, denn er fühlte sich in England nicht wohl, konnte die Sprache nicht, das Wetter war grenzwertig und er hatte schlicht Heimweh. Es passte leider nicht mehr zusammen.

Arsenal arrangierte einen Leihtausch mit Real Madrid (wir bekamen Baptista), wo er zwar nicht wie erhofft einschlug, aber im entscheidenden Spiel für Beckham eingewechselt wurde und mit seinen zwei Toren Real zum Meister machte. Anschließend wurde er endgültig verkauft an Atletico, wo er mithalf, die wieder auf die Karte zu setzen. Zweimal gewann er mit Aguero als Sturmpartner den Uefa-Cup (EL). 2012 wechselte er zu Sevilla, wo er in den Folgejahren weitere 3 x, teilweise als Kapitän, die EL gewonnen hat. Zuletzt ließ er seine Karriere in der zweiten Liga bei Extremadura ausklingen.

Sein Trainer bei Sevilla war niemand anderes als Unai Emery, der auch zutiefst schockiert von der grausamen Nachricht war. Angeblich hat er Reyes im Sommer als Co-Trainer zu Arsenal holen wollen. Hach …

Jose Antonio war Anfang 20, als er nach London gekommen ist. Klar, dass das für ihn ein Kulturschock war. Später hat er davon gesprochen, wie stolz er darauf ist, für Arsenal gespielt zu haben. In der besten Mannschaft, die wir je hatten. Natürlich erinnert man sich im Nachhinein meist nur an die guten Sachen, aber er hat die Herzen im Sturm erobert und war überhaupt ein Sunnyboy, der stets ein Lächeln draufhatte (und ist ja eh der mit am smartesten aussehende Fuußballer ever gewesen ..). Sehr viele, auch ich, haben sich für Valencia gefreut, eben weil er dabei war. Und dann platzt bei 237 km/h ein Reifen …

Heute, am Montag, wurde er bereits in seinem Heimatort Utrera beigesetzt.

Rest in Peace, Jose Antonio!

 

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Es war eigentlich ein schöner Abend – wenn nur dieses blöde Spiel nicht gewesen wäre …

Grossen Dank an die vielen German Gooners, die zu unserem Treffen nach Hamburg gekommen sind (und sich auch in Düsseldorf und Berlin getroffen haben). Es war toll, viele bekannte Gesichter wiederzutreffen. Und ja, wir sind wohl schuld: im Gegensatz zu den letzten drei Finalparties haben wir den Pub gewechselt. War offenbar ein schlechtes Omen – irgendwer scheint das dem Team in der Halbzeit gesteckt zu haben, so dass die Jungs komplett den Faden verloren haben. Hätten wir das nur gewusst …

Oder war das nur Teil des Deals? wir verlieren, die anderen aber auch? am Samstag im Nostalgie-Cup (Meister 1961 gegen Meister 1990 … nix Champions …)? wehe, die halten sich nicht dran …

Hätte Arsenal mal das Spiel boykottiert – da könnten wir wenigstens auf den Verein stolz sein. So? können die sich gehackt legen. Im Prinzip kommt die Sommerpause und vermeintlich Arsenal-freie Zeit genau richtig, um den Zirkus mal zu vergessen, aber am 13.6. kommt schon der neue Spielplan raus und überhaupt wird der Sommer Arsenal betreffend wohl sehr lebendig: zum einen sollte der Club echt mal jeden Stein umdrehen, denn so kann es nicht weitergehen und zudem die die Gerüchteküche brodeln wie nix, denn ´Arsenal in der Krise´ ist ja ein ewiger Bestseller. Es bleibt spannend …

Vielen Dank an alle, dass ihr diese Saison wieder bei Arsenal Germany dabei wart!

Es war leider eine Saison ohne Happy-End, mit Höhen und Tiefen und der Hoffnung auf Liverpool, dass sie diese Saison nicht zum absoluten Desaster machen. Ein bischen durchatmen und in ein paar Wochen geht der Tanz wieder von vorne los. Wir werden uns freuen. Ganz bestimmt!

COYG

 

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So sehen Sieger aus – das Arsenal-Team, das 1994 den Europapokal der Pokalsieger gewonnen hat. Lange her – und das letzte Mal, das Arsenal in Europa erfolgreich war. Wird mal wieder Zeit, oder?

Es ist ja, wie es ist – das Finale ist immer noch in f*cking Baku, es war klar, dass die Uefa daran nichts ändert, Arsenal hat sich vergleichsweise vehement beschwert, giesst aber nach dem Verzicht von Mikhitaryan erstmal kein weiteres Öl ins Feuer. Die Uefa wertet das eh als ´persönliche Entscheidung´, die Aserbaidschaner so: ´wieso, er hätte doch eine persönliche Eskorte direkt vom Stadion und zurück bekommen´ (und jetzt maulen sie rum von wegen des ´politischen Statements´). Naja, wer weiß, vielleicht ist es in einer Hinsicht besser: seine Anwesenheit vor Ort hätte massiv Aufmerksamkeit auf sich gezogen und womöglich auch die Einheimischen im Stadion (irgendwer muss das ja füllen und wenn es die Armee ist ..) gegen Arsenal aufgebracht und für ne komische Atmosphäre gesorgt …

Gut, die ist es wohl auch so: jeder Club hatte nur ein Kontingent von 6.000 Karten (da der Flughafen nur ein Kapazität von 15.000 Passagieren pro Tag hat?!), was eigentlich absurd ist (das Stadion fasst 60.000), aber da es ja am A*sch der Welt ist und beide aus der gleichen Stadt kommen, sind die Preise auf der Insel (und nicht nur da) total explodiert. Laut David Ornstein (BBC) hat Arsenal sein Kontingent fast ganz verkauft (unter größten Mühen), Chelsea hingegen ist nur 2.000 Stück losgeworden (der Rest hat Stadionverbot …). Und auch vor Ort dürfte Arsenal eigentlich mehr Fans haben. Es ist ja auch noch ein  Stadion mit Laufbahn und allem, so dass es von der Stimmung her wohl nicht ganz vorne dabei sein wird …

Aber sch**ss auf die Begleitumstände, das ist jetzt das Endspiel, da winkt der Pokal (und als Bonus die CL), da geht es für Arsenal auch um die Zukunft: gewinnst du, sieht die Zukunft doch gleich um einiges rosiger aus. Und überhaupt: ein Pokal ist ein Pokal, der gehört gewonnen: 25 Jahre ist es her, drei weitere Anläufe sind schiefgegangen (1995 Saragossa, 2000 Galatasaray, 2006 Barcelona), das kann so nicht weitergehen. Da ist es doch schon mal gut, dass unser Trainer Unai Emery ist – wenn einer weiß, wie man diesen Cup gewinnt, dann ja wohl er!

Und es ist auch gut, dass wir Chelsea bespassen dürfen: die kennen wir, die können wir (zumindest in letzter Zeit) und Endspiele gewinnen wir auch ganz gerne gegen die. Gegen Frankfurt wären wir der große Favorit gewesen und es wäre eine Menge Unsicherheit im Spiel gewesen. So ist es das hoffentlich nicht. Emery hat die Saison ja durchaus auf die EL ausgerichtet und gegen Chelsea muss jetzt einfach das Ding rundgemacht werden. Die haben scheinbar ein paar frische Verletzte (Kante, Hudson-Odoi, Loftus-Cheek), bei uns fehlen aber auch unsere beiden besten Verteidiger (Holding, Bellerin). Aber: Danny Welbeck ist wieder im Kader. Als er schonmal nach langer Verletzungspause das erste Mal wieder eingewechselt wurde, hat er damals gegen Leicester City in der Nachspielzeit das Siegtor gemacht – wäre schön, wenn er nicht unbedingt so lange wartet, aber watt mutt, datt mutt …

Überhaupt: am Montag konnte ja schon der Thronfolger jubeln, weil ´sein´ Villa wieder aufgestiegen ist, da ist am Mittwoch ja wohl Oma dran: die Queen ist bekanntlich ein Gooner. Ach, und eigentlich ist sie ja auch Staatsoberhaupt – kann sie das gegen Chelsea nicht einfach anordnen?

Anyway, wird auch so klappen. Wenn das Team nur ansatzweise die Intensität und die Klasse des letzten Endspiels gegen Chelsea (2017) auf den Platz bringt, dann werden wir das Ding rocken. BELIEVE!

Leute, geniesst dieses Endspiel. So oft kommen die ja nicht um die Ecke. Wir sehen uns vielleicht bei den Fanparties in Hamburg, Berlin oder Düsseldorf. Und an allen anderen Ecken wünschen wir euch viel Spaß und hoffentlich können wir alle amtlich abfeiern und zeigen, was es heisst: „Ooh to, ooh to be, ooh to be a Gooner“

„And it´s Arsenal, Arsenal FC, we´re by far the greatest team the world has ever seen“

GET IN!

 

 

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26. Mai – kein Tag ist historischer für Arsenal FC als dieser: am Freitag, den 26.5.1989 hat Arsenal die englische Meisterschaft auf eine derart dramatische Art und Weise entschieden, dass alle Agueros dieser Welt da nicht rankommen. Unbestritten ist das nach wie vor der größte Tag in unserer Vereinsgeschichte!

Die meisten von uns kennen das Drama nur aus „Fever Pitch“ (Buch u. Film), aktueller dazu gibt es „89“ über den Abend und zum Auffrischen gibt´s unten ein längeres Highlightvideo und die Kurzform mit dem entscheidenden Tor in der Nachspielzeit.

Was war passiert: nach langen Jahren der Erfolglosigkeit hat Arsenal mittels David Dein durchgegriffen und 1987 einen neuen Trainer aus der zweiten Liga geholt: George Graham. Der setzte nicht auf Stars, sondern auf junge, hungrige Spieler. Gleich in seiner ersten Saison kamen sie ins Ligapokalfinale (nach legendären Semis gegen Sp*rs) und schlugen dort das übermächtige Liverpool. 1988 waren sie wieder im Endspiel, haben das aber auf eine Art und Weise, wie es nur Arsenal versteht, mit 2-3 gegen einen Zweitligisten verloren. In der Liga waren sie noch weiter durchwachsen, aber in der Saison 1988/89 kam alles zusammen und Arsenal lieferte sich einen Zweikampf mit Liverpool, der damals absolut alles dominierenden Truppe. In der Rückrunde verlor Arsenal aber nur einmal, reihte Sieg an Sieg und setzte sich an der Spitze fest und baute die Führung aus. Das auch dadurch, weil wegen der Hillsborough-Tragödie einige Liverpool-Spiele verlegt wurden (so auch das gegen Arsenal). Arsenal hatte einen deutlichen Vorsprung und kurz vor Schluß ´nur´ noch zwei Heimspiele gegen vermeintlich leichte Gegner sowie das Nachholspiel in Anfield. So weit, so gut. Was macht Arsenal? verliert gegen Derby County und holt mit Ach und Krach ein 2-2 gegen Wimbledon (Parallelen zu aktuellen Ereignissen sind ganz gewiß nicht zufällig ..), während Pool seine Nachholspiele allesamt gewinnt und am Ende mit zwei Punkten und zwei Toren Vorsprung wieder vorne steht.

Es ist nur noch ein Spiel offen – das Nachholspiel Liverpool gegen Arsenal. In Anfield. Easy go auf dem Papier – für Pool. Die Reds hatten damals eine Dominanz, wie sie Bayern hier bei uns hat. Und sie hatten Ewigkeiten nicht mehr zu Hause verloren, schon gar nicht mit zwei Toren. Die Saison war wie gesagt vorbei und so kam es an besagtem Freitag zum ersten live übertragenen Ligaspiel in England überhaupt, weswegen es auch so viele auf der Insel richtig mitnehmen konnten. Niemand gab Arsenal eine Chance, die Stimmung bei den Gooners war nach den versemmelten Heimspielen erstmal am Boden, aber dann kam das ´scheiss drauf, noch isses nicht vorbei´-Feeling. Das Spiel war dann relativ ereignisarm, weil Liverpool nicht recht wusste, wie sie agieren sollten und Arsenal diszipliniert auf seine Chancen warten wollte (die Aufstellung z.B. war arg defensiv, was heute auf social media einen absurden shitstorm auslösen würde – und damals hatte man eh nur zwei Leute auf der Bank?!). Sie kam, Anfang der zweiten Halbzeit stand es 1-0 und Arsenal hat immer noch nicht zu einem Sturmlauf angesetzt. Eine Riesenchance noch für Thomas, der vergibt sie und in den letzten 15 Minuten oder so ergibt sich nicht viel. An Spannung aber nicht zu überbieten. Herrlich eingefangen in Fever Pitch – wer sich da nicht wiederfindet, hat noch nie ernsthaft Fußball geguckt (schon das ein Grund, die DVD mal wieder rauszuholen ..). Aber es gab ja noch eine Nachspielzeit … and the rest ist history …

Tja, 30 Jahre ist das jetzt her – in der Nacht wurden Helden geboren. Mal sehen, wie es Mittwoch aussieht …

… and it´s Thomas, charging through the midfield … THOMAS, it´s up for grabs now

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Kaum ist Wenger weg, läuft die Zeit irgendwie schneller: Emery ist gefühlt gerade erst da, aber die erste Saison ist schon mal vorbei. In der Liga. Ging schnell …

Und hatte einen halbwegs versöhnlichen Ausklang: unser Auswärtsspielspezialeinsatzkommando hat im Vorwege die 36 Kammern der Shaolin durchforstet (Enter the Wu-Tang) und das Rezept für einen Ligaauswärtssieg gefunden. Hätten sie da mal eher geguckt … und ob „Arsenal Ain´t Nuthing Ta F’ Wit“ sein werden nächste Saison, hängt auch stark davon ab, wie unser Saisonverlängerungsspiel ausgeht: holst du den Titel, ist das schon mal ein deutlicher Mehrwert und stärkt Team, Trainer und Verein. Zudem darf man ja wieder in der Money League mitspielen, was ein finanzielles Plus von minimum 50 Mios mit sich bringt. Könnte für das linke Bein von Griezman reichen …

Spannend: als Emery verpflichtet wurde, haben ja nicht wenige gesagt, dass es vielleicht ganz gut wäre, dass wir grade EL spielen, denn die kann er wie kein Anderer – und zack, sind wir auch gleich im Endspiel der Asia League (in Europa ist das Finale ja nicht ..). Dort geht es dann gegen die alten ´Kumpels´ von Chelsea – einerseits schade um Frankfurt, andererseits wären wir da wohl der Favorit gewesen und ich fürchte, das wäre unserem Team nicht gut bekommen. Chelsea kennen wir, können wir und werden wir besiegen. So.

Muss auch, die Endspielbilanz in Europa ist mehr als durchwachsen: 6 x dabei, 2 x gewonnen (1970 Anderlecht, 1994 Parma), 4 x verloren (1980 Valencia, 1995 Saragossa, 2000 Galatasaray, 2006 Barca). Wie man sieht, gibt es so eine Gelegenheit nicht so oft, insofern sollten wir es geniessen und feiern, dass Arsenal mal wieder an so einem grossen Spiel teilnimmt. Und natürlich ist es ein solches, es spielt ja immerhin auch der englische Meister von 2004 gegen den von 2017, während in der Operettenliga der Meister von 1961 gegen den von 1990 spielt … aber alle aus England!

Als das zuletzt 2009 fast so kam, ist die UEFA durch Platini aktiv geworden und hat für Katar die WM klargemacht im Gegenzug für massives ´antienglisches´ Investment in Europa: PSG 2.0 ist so entstanden und Barca kriegt megafette Kohle von dort. Platini hat es mit der Bestechung etwas zu plump gemacht, deswegen machen es die neuen Leute (ausser Grindel) subtiler, aber ähnlich – warum wohl findet ein EL-Finale in Vorderasien statt, in einer Stadt mit viel zu kleinem Flughafen und in einem diktatorischem Land? und alles als warm-up für die EM 2020, wo vier Spiele auch in Baku stattfinden werden. Schöne, neue Fussballwelt …

Anyway, Endspiel ist Endspiel und wir feiern das: Arsenal Germany trifft sich nicht nur, aber als zentrale Veranstaltung sozusagen, wieder in Hamburg. Warum? nun, immer wenn wir da eine Finalparty gemacht haben, wurde das Endspiel auch gewonnen. Insofern …

Details dazu kommen noch, aber wir werden an einem coolen Ort gemeinsam gucken und feiern, vorher zusammen was essen und werden auch am folgenden Feiertag (?! wie passend …) was veranstalten. Die Vereinskasse gibt auch was aus!

Wer aber den ganzen Schritt gehen möchte und das Spiel in Baku vor Ort sehen möchte: die Kartenlage ist eng, wegen des Flughafens sind die Kontingente für die beiden Clubs noch kleiner als sonst üblich, aber wir bekommen zur Zeit jede Menge Ticketangebote von Eintracht-Fans, die in der UEFA-Lotterie ´Glück´ hatten und Tickets bekommen haben. Deren Interesse ist jetzt nicht mehr ganz so gross logischerweise – WER ALSO INTERESSE HAT: BITTE MELDEN!

Ach ja: einen Titel haben wir ja doch noch geholt – Auba ist ja Torschützenkönig geworden. Das hat für Arsenal zuletzt RvP 2012 geschafft und davor, noch länger her, so´n Franzose ein paar Mal … Namen vergessen …

Und es ist das erste Mal seit 18 Jahren, dass das ein Spieler von einem aktuellen Nicht-Top 4-Club geschafft hat …

Bildergebnis für burnley arsenal 2019


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